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22. Bremer Protesttag

500 Menschen demonstrieren für die Belange behinderter Menschen

Am 29. April 2014 fand zum 22. Mal der Bremer Protesttag gegen Diskriminierung behinderter Menschen statt. Anlass war der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung, welcher in vielen deutschen Großstädten am 5. Mai seinen Höhepunkt findet. Rund 500 Menschen mit und ohne Behinderung zogen bei strahlenden Sonnenschein durch die Bremer Innenstadt und verbreiteten mit Flugblättern, Transparenten und Megafon ihre Botschaft "Wir lassen uns nicht behindern!". Auch der Landesbehindertenbeauftragte, Dr. Joachim Steinbrück sprach während des Protestzugs zu den Demonstranten.

Bilder vom Protesttag

Zu sehen waren Schilder mit der Aufschrift „Gerechter Arbeitslohn für Behinderte“ oder „Mehr bezahlbarer Wohnraum!“. Angemessene Bezahlung, die einkommens- und vermögensunabhängige Gewährung von Assistenz bei notwendigen Behinderungs-Ausgleichen und die Mitbestimmung der Werkstattsräte im Betriebsausschuss waren immer wieder Bestandteil von Redebeiträgen während des Protestmarsches. Der erste Halt des Protestzugs war am Dienstsitz der Senatorin für Soziales, Kinder, Jugend und Frauen. Staatsrat Horst Frehe stellte sich den Demonstranten und ging unter anderem auf die Arbeit des Temporären Expertinnen- und Expertenkreis (TEEK) ein. Er gab an, dass im Herbst der Ausschuss einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in Bremen vorlegen wird. Ein Gremium soll im Nachhinein über die Umsetzung des Aktionsplanes wachen.

Die Abschlusskundgebung fand auf dem Bremer Marktplatz statt und wurde durch Wilhelm Winkelmeier vom Verein "Selbstbestimmt Leben" moderiert. Neben weiteren Gastrednern wurde auch der Landesbehindertenbeauftragte, Dr. Joachim während der Abschlusskundgebung durch Winkelmeier interviewt. Wie Staatsrat Frehe ging auch Steinbrück während des Interviews auf den Aktionsplan ein und hob die Bedeutung eines solchen hervor. Auf die Frage, ob der Protesttag nicht mehr durchgeführt werden müsste wenn der Aktionsplan fertig ist gab Joachim Steinbrück den Demonstranten zu verstehen, dass es sehr wichtig ist, dass die Politik an ihre Versprechen immer wieder erinnert wird und dass der Protesttag hierfür unabdingbar ist.

Presseecho