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"... und Aktion! - der Bremer Aktionsplan zur UN-Konvention"

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Der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Steinbrück und die Bildungssenatorin Prof. Dr. Quante-Brandt

Zum Thema "Bremer Aktionsplan zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention" organisierte der Verein "Eine Schule für Alle Bremen e.V." aus der Reihe "Pfeiffer mit 3 f! - Die Bremer BildungsMatinee" einen Sonntagsbrunch mit Bildungsdiskussion in der Jugendherberge.

Als Gäste konnte der Verein Bildungssenatorin Prof. Dr. Eva Quante-Brandt sowie Dr. Steinbrück in seiner Funktion als Landesbehindertenbeauftragten begrüßen.

"In den Bremer Aktionsplan müssen konkrete Handlungsempfehlungen. Es sollte ein Verfahren zur Verwirklichung der Konvention beschrieben werden" sagte Dr. Steinbrück, der im Auftrag des Senats den Aktionsplan erarbeitet und dabei Expertinnen und Experten aus verschiedenen Bereichen einbezieht. "Bremen ist in der Schulentwicklung in einem Prozess auf dem Weg zur Inklusion. Das Ziel ist klar, der Weg ein gesellschaftlicher Prozess, der gewinnbringend aber auch anstrengend ist", führte die Senatorin in ihren Beitrag ein.

Der Landesbehindertenbeauftragte Dr. Steinbrück äußerte die Befürchtung, im Bereich der Beschulung von Kindern mit geistiger Behinderung könne ein Stillstand eingetreten sein. Die Kinder werden derzeit fast ausschließlich an Schwerpunktschulen beschult, die ehemals Kooperationsstandorte waren.
Aus dem interessierten Publikum kam immer wieder der Wunsch, Schulen zu unterstützen, die die Bereitschaft zeigen, alle Kinder aus dem Stadtteil, egal ob mit oder ohne Behinderung, aufzunehmen. Weitere Forderungen waren überprüfbare Qualitätsstandards für die Umsetzung der Inklusion in den Schulen und ein Forum, in dem sich Schulen, Bildungsbehörde und Eltern gemeinsam und auf Augenhöhe in die Schulentwicklung einbringen können. Senatorin Prof. Dr. Quante-Brandt zeigte sich dem gegenüber aufgeschlossen und versprach die Möglichkeiten prüfen zu lassen.

Am Ende blieb das Gefühl, dass man im Gespräch bleibt, um gemeinsam weitere Schritte zu einer inklusiven Schule zu entwickeln.

Der Verein verabschiedete sich bei den beiden ReferentInnen mit einem Freimarktsherz. Mit Zuckerguss stand auf beiden Herzen „Eine Schule für alle“, für den Landesbehindertenbeauftragten in Braille-Schrift.

Quelle: Eine Schule für Alle Bremen e.V