Sie sind hier:

Rubrik: Mein Lieblingswort

Mit der fortlaufenden Serie "Mein Lieblingswort" fordern wir Personen auf, kurz Stellung zu einem von ihnen gewählten Wort zu nehmen. Dies kann persönlich, politisch oder thematisch sein. Wir veröffentlichen diese Statements dann auf unseren Social Media Kanälen facebook und twitter. Ziel ist, einerseits engagierten Personen ein Sprachrohr über unsere Kanäle zu bieten und andererseits, einer breiten Öffentlichkeit Impulse mitzugeben. So kann für das Thema Kommunikation sensibilisiert und Personen und Institutionen vorgestellt werden.

Sie fühlen sich angesprochen? Wir freuen uns, wenn auch Sie mitmachen und uns Ihr persönliches „Lieblingswort“ mitteilen! Bitte filmen Sie ein kurzes Handyvideo, in dem Sie ein Wort gebärden oder schreiben Sie uns, welches Wort wir als Abbildung des Wortes in Braille veröffentlichen sollen oder schicken Sie uns ein Symbol oder ein Bild, an dem Sie uns die Rechte geben können. Teilen Sie uns gerne kurz mit, warum Sie dieses Wort gewählt haben und Ihren Namen, bzw. Ihre Institution. Kommen Sie auf uns zu über office@lbb.bremen.de

Vielfalt – Das Lieblingswort von Wilma Pannen

„Ich mag mir gar nicht vorstellen wie es wäre, wenn Menschen gleich sind. Ich mag es, in einer Welt zu leben, in der alle Menschen unterschiedlich sind.“

Wilma Pannen leitet die Beratungsstelle Hand zu Hand e.V., die kostenlos psychosoziale Beratung und Therapie in Deutscher Gebärdensprache anbietet.


Solidarität – Das Lieblingswort von Uwe Boysen

Solidarität braucht man bei schönem Wetter weniger. Unverzichtbar wird sie bei Sturm

Uwe Boysen ist seit langem aktiv im Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf e. V..

Liebe – Das Lieblingswort von Neele Buchholz

Ich mag das Wort Liebe sowieso, und in Gebärdensprache fühlt es sich auch nach Liebe an.

Neele Buchholz ist Mitarbeiterin der tanzbar_bremen.


Lichtfall – Das Lieblingswort von Schüler:innen der Werkstufe der Inge Katz Schule

Abstraktes Bild mit pastellgrünen, blauen, gelben, roten und schwarzen Flecken

Die Farben stimmen nicht ganz, die farbigen Elemente bewegen sich auf einem weißen Grund. Die Idee farbige Ereignisse bewegen sich im Licht, werden durchstrahlt und bilden ein heiteres bewegtes Ganzes.

Karin Kreuser, Lehrkraft an der Inge Katz Schule

Quatsch – Das Lieblingswort von Stina Hinrichs

Ich mag die Gebärde „Quatsch“, weil sie spielerisch und humorvoll ist.

Stina Hinrichs ist Mitarbeiterin der tanzbar_bremen


Liv – Das Lieblingswort von Christine Weinmeister

Das ist die Namengebärde von Liv, sie ist meine Tochter, ich bin so vernarrt in die kleine Maus!

Christine Weinmeister ist Mitglied im Berufsverband der Gebärdensprachdolmetscher/innen Bremen – BreGSD und Mitglied im Bundesverband der Dozenten für Gebärdensprache e.V. – BDG und Geschäftsführerin von signissimo.


Essen und Trinken – Die Lieblingsworte von Adrian Wenzel

Mir sind die Worte Essen und Trinken wichtig, weil sie leicht verständlich sind und weil ich selbst gern esse.


Adrian Wenzel ist Mitarbeiter der tanzbar_bremen.


Sommer – Das Lieblingswort von Till Krumwiede

Ich mag Sommer- einfach weil es da warm ist und sich Sonnenstrahlen gut anfühlen.


Till Krumwiede ist Mitarbeiter der tanzbar_bremen.


Löppt! – Das Lieblingswort von Anna Fahs

Eine meiner Lieblingsgebärden ist diese Gebärde, die man in Lautsprache ungefähr mit "Etwas-läuft gut" oder "Etwas-läuft-reibungslos" übersetzen würde.
Diese Gebärde mag ich besonders, weil sie ein einprägsames, sprachliches Bild zeichnet und weil sie, wie ich finde, die Schönheit der Gebärdensprache gut zeigt.
Die Bedeutung der Gebärde ist, dass etwas gut funktioniert und es keine Probleme gibt. In der Deutschen Gebärdensprache wird das so ausgedrückt, dass die Finger ineinandergreifen und sich drehen wie bei gut geölten Zahnrädern. Ich finde, dass das eine sehr schöne Möglichkeit ist, etwas zu sagen, und auch Menschen, die Gebärdensprache ansonsten nicht verstehen, können diese Gebärde auch gut nachvollziehen.

Anna Fahs war 2019 Praktikantin im Büro des Landesbehindertenbeauftragten und studiert Jura in Hamburg.


iphone – Das Lieblingswort von Mario Fortmann

Mein Tor zur Welt hat eine Diagonale von 6,1 Zoll und steckt in der Hosentasche. Es hat keine Türklinke und auch keinen Klingelknopf. Hinter der blanken Scheibe tut sich die Informationswelt auf, die ich ohne Braille nur mit den Ohren genieße. Benötige ich Kaffee oder Tee nutze ich die Rewe-App, möchte ich auf Reisen gehen, ist die Bahn die erste Adresse und HRS sorgt für Übernachtungsmöglichkeiten. Radio, Fernsehen und Podcasts unterhalten mich und telefonieren kann man ja auch noch.

Mario Fortmann ist ein engagierter Kollege aus der Bremer Verwaltung.

Frei Day – Das Lieblingswort von Elke Gerdes

Der "Frei Day" ist ein aktueller Vorschlag von Margret Rasfeld (Geschäftsführerin von "Schule im Aufbruch"). Ich finde die Idee, die dahinter steckt, wirklich notwendig und überzeugend: der "Frei Day" ist ein freier Bildungsraum für Zukunftsthemen mit mindestens vier Stunden jede Woche und im Stundenplan der Schule verbindlich festgelegt. Die Themen kommen von den Kindern und Jugendlichen und es geht ausschließlich um ihre Fragen, Forderungen und kreativen Lösungen für eine lebenswerte nachhaltige Zukunft.

Elke Gerdes ist erste Vorsitzende des Vereins Eine Schule für alle Bremen.

Dieses oder ein vergleichbares Bild könnte für den Tagesplan im Schulunterricht verwendet werden, um zu zeigen, wann "Frei Day" als Zeitfenster eingeplant ist.

Gruppe/zusammen – Das Lieblingswort von Oskar Spatz

Ich mag das Wort Gruppe/ zusammen, weil es zeigt, wie Menschen zusammen kommen und einen Kreis bilden.

Oskar Spatz ist Mitarbeiter der tanzbar_bremen.

Brailleschrift – Das Lieblingswort von Annette Paul

Das Wort Brailleschrift in Brailleschrift

Ich kann mir ein Leben ohne Brailleschrift nicht vorstellen! Ich möchte Bücher selbst lesen können, möchte mir schriftlich Notizen machen können, möchte meine CDs, Gewürze, schriftliche Unterlagen selbst mit Brailleschrift versehen können, um mir schnell einen Überblick zu verschaffen und gezielt nach allem und ohne Hilfe suchen zu können. Und wie wunderschön ist es dann, wenn ich in der Öffentlichkeit auf meine geliebte Brailleschrift treffe, wie an Aufzügen, Handläufen oder auf Medikamentenschachteln. Bitte mehr davon!!!

Anette Paul Leitung der Blinden- und Sehbehindertenberatungsstelle im Blinden- und Sehbehindertenverein Bremen e.V. BSVB

Barrieren – Das Lieblingswort von Sabine Schöning

Sabine Schöning ist die 1. Vorsitzende beim Landesverband der Gehörlosen Bremen e. V..

Hier der Text zu ihrem Video:

Hallo! Mein Name ist Sabine Schöning.
So sieht mein Gebärdenname aus.
Ich bin die 1. Vorsitzende vom Landesverband der Gehörlosen in Bremen.
Mein Lieblingswort ist: Barrieren.
Warum ist es das?
Ich bin selbst gehörlos.
Ich stoße überall an Barrieren, und zwar an Kommunikationsbarrieren.
Ich brauche Dolmetscher an meiner Seite.
Auch in anderen Bereichen erlebe ich oft Barrieren, darum ist mein Lieblingswort immer: Barrieren.
So ist das! Tschüss.