Montag, 15. Juni 2026, 17:00 – 19:00 Uhr Arbeitnehmerkammer Bremerhaven, Barkhausenstraße 16, 27568 Bremerhaven
Unsere zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelten erfordern ein hohes Maß an digitalen Kompetenzen. Frauen mit Behinderungen sehen sich dabei besonderen Herausforderungen gegenüber: Bestehende Ungleichheiten können sich durch Social Media und Künstliche Intelligenz (KI) verstärken. Frauen mit Behinderungen sind dort etwa von fehlender Barrierefreiheit, stereotypen und diskriminierenden Darstellungen oder ungenügender Sichtbarkeit und Repräsentanz betroffen.
Wie kann digitale Teilhabe unter diesen Bedingungen gestärkt werden?
Welche Kompetenzen sind notwendig, und wie lassen sich Chancen nutzen, ohne Risiken aus dem Blick zu verlieren?
Diese Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren.
Dr. Birgit Scheer von der Agentur Barrierefrei NRW berichtet hierzu u.a. vom Projekt „Fempower“, das Frauen mit Behinderungen für die digitalisierte Arbeitswelt qualifiziert. Zudem bietet die Veranstaltung Gelegenheit, das Netzwerk Digitale Teilhabe und das Projekt Mitmachen in der digitalen Welt kennenzulernen und sich mit weiteren Akteur*innen zu vernetzen.
Im Fokus der Veranstaltung stehen:
Mit der Kooperationsveranstaltung des Landesbehindertenbeauftragten und der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten wenden wir uns an Engagierte aus Kommunal- und Landespolitik, Mitarbeitende aus Bildungs- und sozialen Einrichtungen, aus der Verwaltung sowie lokale Akteur*innen, die sich für Frauenförderung und digitale Teilhabe interessieren.
Die Teilnahme ist kostenfrei, um Anmeldung wird gebeten.
Direkt zum Anmeldeformular Digitale Teilhabe gestalten
Wir laden ganz herzlich ein zur Ausstellung "Von Schutzräumen und Tatorten - Gewalt in stationären Einrichtungen" vom 15. bis 24. Juni im Neuen Rangfoyer (Theater Bremen).
Die Ausstellung der Initiative #AbleismusTötet wird vom Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen mit dem Demokratiezentrum Land Bremen bei der Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration und der Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen gezeigt.
Weitere Informationen und Anmeldung zur Auftakt- und Abschlussveranstaltung bzw. Führung
Gemeinsam sichtbar machen, aufklären und stärken!
Die FASD-Aktionswoche Bremen 2026 lädt herzlich ein, dabei zu sein.
Eine Woche voller Begegnungen, Informationen, Austausch und Aktionen rund um das Thema Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD). Gemeinsam möchten wir Aufmerksamkeit schaffen, Vorurteile abbauen und Betroffene sowie Familien unterstützen.
Egal ob Fachkräfte, Angehörige, Betroffene oder Interessierte – jede Stimme zählt.
Die FASD-Aktionswoche will ein Zeichen für mehr Verständnis, Inklusion und Prävention setzen.
Unter dem Titel „Alltag inklusive“ haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte (Adern der Stadt, Altes Pumpwerk, Dom-Museum, Hafenmuseum, Krankenhaus-Museum, Rundfunkmuseum, Schulmuseum, Tischlerei-Museum und WUSEUM) gemeinsam barrierefreie Veranstaltungen in den Museen angeboten.
Im Rahmen eines Aktionsmonats verfolgen die Museen das Ziel, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ein offenes Angebot bereitzustellen und die museale Arbeit selbstkritisch zu reflektieren. Um gemeinsam Perspektiven für eine barrierefreie Zukunft in Bremens Museen zu erarbeiten und in den Austausch mit den unterschiedlichen Communities zu kommen, haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte gemeinsam mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer offenen Podiumsdiskussion eingeladen.
Zu den Ergebnissen der Veranstaltung zählten eine stärkere Sensibilisierung für das Thema Barrierefreiheit, ein Austausch über bestehende Barrieren in den Museen sowie die Diskussion und Entwicklung möglicher Lösungsansätze für die Zukunft. Gemeinsam mit den 60 Teilnehmenden wurden Perspektiven für mehr Barrierefreiheit in Museen erarbeitet. Zudem wurden Ansätze zur Stärkung inklusiver Vermittlungsangebote sowie zur stärkeren Beteiligung behinderter Menschen in relevanten Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen diskutiert.
Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nun weiterverfolgt werden, z.B. durch die Beratung im Landesteilhabebeirat. (ks)
Alltag inklusive? Barrierefreiheit und Bremens Museumslandschaft – Weitere Informationen
Unter diesem Titel haben die Kolleginnen von der ZenbIT gestern einen Workshop abgehalten für die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. Praxisimpulse zur barrierefreien Gestaltung einer Internetseite kamen von Yvonne Kurzawski, die als Leitung der Pflegestützpunkte Bremen die Umstellung der eigenen Internetseite verantwortet hat.
Das ausgebuchte Seminar wurde von einer vielfältigen Teilnehmendenschaft besucht, so dass in den Diskussionen unterschiedliche Perspektiven zum Tragen kamen und zum wechselseitigen Erkenntnisgewinn beitrugen: Aus der Praxis für die Praxis!
Arne Frankenstein sprach am 19.02. auf der 39. Inklusionsforschungstagung, einem europaweiten Kongress der Inklusionsforschung, der vom 18. bis 20. Februar 2026 in Bremen stattfand.
Er wandte sich hierbei direkt an die Wissenschaftler:innen.
Wir sagen von Herzen Danke, Dieter Stegmann. Mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und großem Herzen hat er sich über Jahrzehnte hinweg für die Rechte und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen starkgemacht und Bremen nachhaltig verändert. Sein Engagement hat Strukturen geschaffen, Teilhabe ermöglicht und vielen Menschen eine starke Stimme gegeben. Die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine verdiente Anerkennung seines Wirkens – und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz von Menschen mit Behinderungen für ein inklusives Miteinander.
Ehrung für jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Am 17. Februar 2026 war Arne Frankenstein erstmals Gast im Sozialausschuss Bremerhaven. Der Landesbehindertenbeauftragte hielt einen Impulsvortrag mit dem Titel „Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven“. Er machte deutlich, dass der grundsätzlich weite Entscheidungsspielraum des Magistrats über die Angelegenheiten seiner kommunalen Selbstverwaltung seine Schranken in den Verpflichtungen zur Umsetzung der UN-BRK findet und leitete hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Seestadt ab.
Vortrag: Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven (pdf, 287.5 KB)
Inklusion und Demokratie sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie stehen aktuell unter besonderem Druck und müssen von uns verteidigt werden. Am 22. Januar 2026 wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der Dokumentarfilm „Wir werden nie wieder Opfer sein“ gezeigt, der auf die heutige Bedrohung von Menschen mit Behinderungen und/ oder psychischer Erkrankung durch die extreme Rechte eingeht.
Der Filmabend und das Podiumsgespräch, an dem neben den Filmemacher*innen auch Florian Grams als Protagonist und Friedrich Buhlrich als Zeitzeuge teilnahmen, haben gezeigt, dass Teilhabe und Inklusion als wirksame Mittel gegen Rechtsextremismus diesen entlarven und ermutigen, gemeinsam weiterzumachen.
Menschen mit Behinderungen stehen aufgrund des Klimawandels vor besonderen Herausforderungen. Daher veranstaltete der Landesbehindertenbeauftragte in Kooperation mit der KlimaWerkStadt Bremen am 20. Januar 2026 die Veranstaltung „Menschenrechte in der Krise: Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen?“.
Mit einem Impulsreferat gelang Andrea Schöne – freie Journalistin, Autorin und politische Bildnerin –ein sehr guter Einstieg, wie behinderte Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Sie griff dabei insbesondere die Themen „Ökoableismus“, „Verteilungsgerechtigkeit“ und „politische Teilhabe behinderter Menschen in Klimawandeldebatten“ auf und machte deutlich, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht.
Im anschließenden Kurzreferat stellte Stefan Wittig von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft dar, wie Bremen mit dem Klimawandel umgeht und wie die Grundlagen sozialer Gerechtigkeit hier gestaltet werden.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde auf Basis der Vorträge mit den zusätzlichen Gästen Florian Grams und Nikos Engel eine Podiumsdiskussion zu den Forderungen an eine inklusive Klimapolitik in Bremen geführt. Alle Teilnehmenden konnten darüber hinaus im Rahmen der Veranstaltung die eigenen Forderungen auf Tafelwänden benennen.
Insgesamt wurde deutlich, dass es noch ein weiter Weg ist, hin zu einer inklusiven Klimapolitik – diese Veranstaltung kann nur der Auftakt sein. Es wurde verabredet, dass die umfassenden Forderungen ausgewertet und in geeigneter Weise den verantwortlichen politischen Akteur:innen übergeben werden. Diesen Weg werden wir transparent gestalten und sichtbar machen.
Wir sagen allen Teilnehmenden und Mitwirkenden herzlichen Dank! Durch diesen ersten Schritt wurde ein wichtiger Grundstein gelegt!