Der Fachtag widmet sich dem Schwerpunkt „Menschen mit Demenz und Lernschwierigkeiten“. Er wird von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bremen, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V. in Kooperation mit dem Landesbehindertenbeauftragten durchgeführt. Gemeinsam möchten wir auf aktuelle Erkenntnisse, Sichtweisen von Angehörigen sowie Erfahrungen aus der Praxis blicken. Neben einem Impulsvortrag zu aktuellen Grundlagen zur Begleitung von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenz wird das Programm durch einen persönlichen Erfahrungsbericht im Rahmen einer Angehörigenperspektive bereichert. Zum Abschluss lädt die Gesprächsrunde „Stimmen aus der Praxis“ zum gemeinsamen Austausch ein. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Fragen an Menschen aus unterschiedlichen Praxisfeldern zu richten, Erfahrungen zu diskutieren und Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen.
Weitere Informationen und Anmeldung zum Fachtag Demenz im Kontext von Lernschwierigkeiten
Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen treffen im Alltag auf diverse Nachteile. Diese mehrfachen Benachteiligungen schränken ihre Teilhabe auf vielen Gebieten ein - zum Beispiel in der Arbeitswelt, im gesellschaftlichen und politischen Diskurs, in der Kultur oder im Sport. Frauen mit Behinderungen werden auch besonders oft Opfer von allen Formen von Gewalt.
Der Landesfrauenrat Bremen und der Landesbehindertenbeauftragte Arne Frankenstein als Vorsitzender des Landesteilhabebeirats laden alle Interessierten zu einem Austausch über diese Erfahrungen ein. Unsere Gäste werden Frauen aus der Selbstvertretung, Interessenverbänden und Schwerbehindertenvertretungen sein. Nach dem Gespräch ist ein lockeres Beisammensein mit Getränken und Häppchen geplant.
Automatische Untertitel, barrierefreie digitale Angebote, Alternativtexte: Künstliche Intelligenz bietet neue Möglichkeiten, Teilhabe zu stärken. Doch Barrierefreiheit kann nicht automatisch durch Technologie erzeugt werden – und KI-Systeme können bestehende Ausschlüsse auch reproduzieren.
Die Bremische Landesmedienanstalt und der Landesbehindertenbeauftragte Bremen laden ein, gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Praxis, Medien und Selbstvertretung darüber zu diskutieren, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.
Weitere Informationen und zur Anmeldung KI und Barrierefreiheit
Digitale Informationsangebote und Dienstleistungen werden immer wichtiger. Das betrifft auch viele Projekte und Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Es versteht sich von selbst, dass auch diese Angebote möglichst barrierefrei gestaltet werden sollten. Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. bietet am 11. November 2026 einen kostenfreien Workshop in Kooperation mit der Zentralstelle für barrierefreie Informationstechnik beim Landesbehindertenbeauftragten und den Pflegestützpunkten Bremen an.
Weitere Informationen und zur Anmeldung zum Workshop Zugang für alle
Am 15. Juni wurde die Wanderausstellung der Initiative #AbleismusTötet mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet.
Neben einem Grußwort von Rolf Diener, Abteilungsleiter bei der Senatorin für Soziales, machte Arne Frankenstein in seiner Rede deutlich, dass Gewalt und Gewaltschutz in Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie nach wie vor hochaktuelle Themen sind. Schutz vor Gewalt und Prävention bleiben eine kontinuierliche Aufgabe:
„17 Jahre nach Inkrafttreten der UN-BRK in Deutschland sind weitere Anstrengungen notwendig, um eine inklusive Gesellschaft zu verwirklichen. Wir brauchen Strukturen, in denen Menschen in ihrer Vielfalt gemeinsam leben können. Nicht Art und Schwere einer Behinderung sollten über Lebensmittelpunkt, Lebensqualität und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten entscheiden, sondern die selbstbestimmten Wünsche und Bedürfnisse behinderter Menschen.“
Die Journalistin Karina Sturm, die die Ausstellung entwickelt und kuratiert hat, führte mit einer Präsentation in die Hintergründe und Inhalte der Ausstellung ein und erläuterte ihre Motivation für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Die Ausstellung wurde vom LBB gemeinsam mit dem Demokratiezentrum Land Bremen und der LAGS bis zum 24. Juni im Theater Bremen gezeigt. Wir danken dem Theater Bremen dafür, diese Ausstellung an einem öffentlich bedeutsamen Ort in Bremen zu ermöglichen, der seit jeher Raum für kritische Auseinandersetzungen bietet.
Montag, 15. Juni 2026, 17:00 – 19:00 Uhr Arbeitnehmerkammer Bremerhaven, Barkhausenstraße 16, 27568 Bremerhaven
Fast 20 Interessierte besuchten die gemeinsame Veranstaltung der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau und des Landesbehindertenbeauftragten in der Arbeitnehmerkammer Bremerhaven.
Unsere zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelten erfordern ein hohes Maß an digitalen Kompetenzen. Frauen mit Behinderungen stehen dabei vor besonderen Herausforderungen: Fehlende Barrierefreiheit, stereotype oder diskriminierende Darstellungen und unzureichende Repräsentanz in digitalen Medien können bereits bestehende Ungleichheiten weiter verstärken. Insbesondere Social Media und Künstliche Intelligenz (KI) bergen Risiken aber auch Chancen für die digitale Teilhabe dieser Zielgruppe.
Dr. Birgit Scheer von der Agentur Barrierefrei NRW setzte sich in Ihrem Vortrag unter der Fragestellung „Wie kann unter diesen Bedingungen digitale Teilhabe gestärkt werden? Welche Kompetenzen sind dafür notwendig und wie lassen sich Potenziale nutzen, ohne die Risiken aus dem Blick zu verlieren?“ mit folgenden Themen auseinander:
Im Anschluss stellten sich die lokalen Projekte „Mitmachen in der digitalen Welt“ das „Netzwerk digitale Teilhabe“ vor.
In der Diskussion mit dem Publikum wurden konkrete Gelingensbedingungen diskutiert für Bildungsangebote zu digitalen Themen, wie das Angebot von interessengeleiteten Inhalten, einer Lernbegleitung und eines Buddy-Konzepts innerhalb der Lerngruppe. Im Spannungsfeld einerseits Angst zu nehmen und andererseits einen verantwortungsvollen Umgang zu vermitteln, stellt derzeit selbstbestimmte KI-Nutzung das größte Potenzial in der Vermittlung von Medienkompetenz gerade auch an Frauen mit Behinderungen dar
Im Juni fand die FASD Aktionswoche in Bremen statt. Ziel der Aktionswoche war es, das Bewusstsein für Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) zu stärken, Vorurteile abzubauen und die Lebenssituation von Menschen im Spektrum stärker in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.
Das Programm richtete sich an Fachkräfte, Lehrkräfte, Pflege- und Adoptiveltern, Angehörige, Betroffene sowie Interessierte. Hervorzuheben war die interaktive Wanderausstellung „ZERO!“, die im Gesundheitsamt Bremen zu sehen war. Die Ausstellung vermittelte anschaulich Wissen über FASD, die Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und Möglichkeiten der Prävention.
Arne Frankenstein eröffnete gemeinsam mit Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling die Woche und nahm an einer anschließenden Podiumsdiskussion teil. Er machte deutlich, dass es darum gehen sollte, die Lebensrealitäten von Menschen mit FASD und die ihrer Familien so zu verbessern, dass ein möglichst selbstbestimmtes Leben ohne Stigmatisierung geführt werden kann. Hierfür sollten unter Beteiligung von ihnen als Expert:innen in eigener Sache konkrete Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Unter dem Titel „Alltag inklusive“ haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte (Adern der Stadt, Altes Pumpwerk, Dom-Museum, Hafenmuseum, Krankenhaus-Museum, Rundfunkmuseum, Schulmuseum, Tischlerei-Museum und WUSEUM) gemeinsam barrierefreie Veranstaltungen in den Museen angeboten.
Im Rahmen eines Aktionsmonats verfolgen die Museen das Ziel, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ein offenes Angebot bereitzustellen und die museale Arbeit selbstkritisch zu reflektieren. Um gemeinsam Perspektiven für eine barrierefreie Zukunft in Bremens Museen zu erarbeiten und in den Austausch mit den unterschiedlichen Communities zu kommen, haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte gemeinsam mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer offenen Podiumsdiskussion eingeladen.
Zu den Ergebnissen der Veranstaltung zählten eine stärkere Sensibilisierung für das Thema Barrierefreiheit, ein Austausch über bestehende Barrieren in den Museen sowie die Diskussion und Entwicklung möglicher Lösungsansätze für die Zukunft. Gemeinsam mit den 60 Teilnehmenden wurden Perspektiven für mehr Barrierefreiheit in Museen erarbeitet. Zudem wurden Ansätze zur Stärkung inklusiver Vermittlungsangebote sowie zur stärkeren Beteiligung behinderter Menschen in relevanten Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen diskutiert.
Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nun weiterverfolgt werden, z.B. durch die Beratung im Landesteilhabebeirat.
Alltag inklusive? Barrierefreiheit und Bremens Museumslandschaft – Weitere Informationen
Unter diesem Titel haben die Kolleginnen von der ZenbIT gestern einen Workshop abgehalten für die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. Praxisimpulse zur barrierefreien Gestaltung einer Internetseite kamen von Yvonne Kurzawski, die als Leitung der Pflegestützpunkte Bremen die Umstellung der eigenen Internetseite verantwortet hat.
Das ausgebuchte Seminar wurde von einer vielfältigen Teilnehmendenschaft besucht, so dass in den Diskussionen unterschiedliche Perspektiven zum Tragen kamen und zum wechselseitigen Erkenntnisgewinn beitrugen: Aus der Praxis für die Praxis!
Arne Frankenstein sprach am 19.02. auf der 39. Inklusionsforschungstagung, einem europaweiten Kongress der Inklusionsforschung, der vom 18. bis 20. Februar 2026 in Bremen stattfand.
Er wandte sich hierbei direkt an die Wissenschaftler:innen.
Wir sagen von Herzen Danke, Dieter Stegmann. Mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und großem Herzen hat er sich über Jahrzehnte hinweg für die Rechte und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen starkgemacht und Bremen nachhaltig verändert. Sein Engagement hat Strukturen geschaffen, Teilhabe ermöglicht und vielen Menschen eine starke Stimme gegeben. Die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine verdiente Anerkennung seines Wirkens – und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz von Menschen mit Behinderungen für ein inklusives Miteinander.
Ehrung für jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Am 17. Februar 2026 war Arne Frankenstein erstmals Gast im Sozialausschuss Bremerhaven. Der Landesbehindertenbeauftragte hielt einen Impulsvortrag mit dem Titel „Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven“. Er machte deutlich, dass der grundsätzlich weite Entscheidungsspielraum des Magistrats über die Angelegenheiten seiner kommunalen Selbstverwaltung seine Schranken in den Verpflichtungen zur Umsetzung der UN-BRK findet und leitete hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Seestadt ab.
Vortrag: Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven (pdf, 287.5 KB)
Inklusion und Demokratie sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie stehen aktuell unter besonderem Druck und müssen von uns verteidigt werden. Am 22. Januar 2026 wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der Dokumentarfilm „Wir werden nie wieder Opfer sein“ gezeigt, der auf die heutige Bedrohung von Menschen mit Behinderungen und/ oder psychischer Erkrankung durch die extreme Rechte eingeht.
Der Filmabend und das Podiumsgespräch, an dem neben den Filmemacher*innen auch Florian Grams als Protagonist und Friedrich Buhlrich als Zeitzeuge teilnahmen, haben gezeigt, dass Teilhabe und Inklusion als wirksame Mittel gegen Rechtsextremismus diesen entlarven und ermutigen, gemeinsam weiterzumachen.
Menschen mit Behinderungen stehen aufgrund des Klimawandels vor besonderen Herausforderungen. Daher veranstaltete der Landesbehindertenbeauftragte in Kooperation mit der KlimaWerkStadt Bremen am 20. Januar 2026 die Veranstaltung „Menschenrechte in der Krise: Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen?“.
Mit einem Impulsreferat gelang Andrea Schöne – freie Journalistin, Autorin und politische Bildnerin –ein sehr guter Einstieg, wie behinderte Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Sie griff dabei insbesondere die Themen „Ökoableismus“, „Verteilungsgerechtigkeit“ und „politische Teilhabe behinderter Menschen in Klimawandeldebatten“ auf und machte deutlich, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht.
Im anschließenden Kurzreferat stellte Stefan Wittig von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft dar, wie Bremen mit dem Klimawandel umgeht und wie die Grundlagen sozialer Gerechtigkeit hier gestaltet werden.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde auf Basis der Vorträge mit den zusätzlichen Gästen Florian Grams und Nikos Engel eine Podiumsdiskussion zu den Forderungen an eine inklusive Klimapolitik in Bremen geführt. Alle Teilnehmenden konnten darüber hinaus im Rahmen der Veranstaltung die eigenen Forderungen auf Tafelwänden benennen.
Insgesamt wurde deutlich, dass es noch ein weiter Weg ist, hin zu einer inklusiven Klimapolitik – diese Veranstaltung kann nur der Auftakt sein. Es wurde verabredet, dass die umfassenden Forderungen ausgewertet und in geeigneter Weise den verantwortlichen politischen Akteur:innen übergeben werden. Diesen Weg werden wir transparent gestalten und sichtbar machen.
Wir sagen allen Teilnehmenden und Mitwirkenden herzlichen Dank! Durch diesen ersten Schritt wurde ein wichtiger Grundstein gelegt!