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Tagungen und Veranstaltungen 2026

Vortrag auf der 39. Inklusionsforschungstagung

Arne Frankenstein während seines Vortrags im Hörsaal vor der Tafel

Arne Frankenstein sprach am 19.02. auf der 39. Inklusionsforschungstagung, einem europaweiten Kongress der Inklusionsforschung, der seit Mittwoch in Bremen stattfindet.
Er wandte sich hierbei direkt an die Wissenschaftler:innen.

Frankenstein: "Wir brauchen gerade jetzt Forschung, die auf normativer Grundlage weiter konkretisiert, wie eine Schule für alle unter den gegenwärtigen Bedingungen aussehen sollte. Gerade an der Universität Bremen weiß man, dass die methodischen Konzepte seit den 1980er Jahren bestehen. Sie konzeptionell in die Zukunft zu führen, um die menschenrechtlichen Vorgaben umzusetzen, hierzu erwarte ich einen Beitrag der Inklusionsforschung."

Danach wandte er sich in Gegenwart von Bildungssenator Mark Rackles an Politik und Verwaltung. Gegen Widerstände auf Grundlage fachlicher Überzeugungen für echte Transformationen einzustehen, das wiederum erwarte der Beauftragte von Politik und Verwaltung. Dies könne nur erreicht werden, wenn das Ziel einer Einheitsschule im Rahmen eines Entwicklungsplans verfolgt werde.

Im Anschluss begeisterte Janne Schmidmann an ihrem 18. Geburtstag das Publikum mit einem fulminanten Vortrag zur Notwendigkeit inklusiver Haltung.

Dieter Stegmann erhält das Bundesverdienstkreuz

Wir sagen von Herzen Danke, Dieter Stegmann. Mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und großem Herzen hat er sich über Jahrzehnte hinweg für die Rechte und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen starkgemacht und Bremen nachhaltig verändert. Sein Engagement hat Strukturen geschaffen, Teilhabe ermöglicht und vielen Menschen eine starke Stimme gegeben. Die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine verdiente Anerkennung seines Wirkens – und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz von Menschen mit Behinderungen für ein inklusives Miteinander.

Ehrung für jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Save-the-date: „Alltag inklusive“ am 28. April 2026 um 18:00 Uhr im Festsaal im Haus der Bürgerschaft, Am Markt 20, 28195 Bremen

Unter dem Titel „Alltag inklusive“ möchten die Bremer Museen für Alltagsgeschichte (Adern der Stadt, Altes Pumpwerk, Dom-Museum, Hafenmuseum, Krankenhaus-Museum, Rundfunkmuseum, Schulmuseum, Tischlerei-Museum und WUSEUM) vom 4. April bis zum 5. Mai 2026 gemeinsam barrierefreie Veranstaltungen in den Museen anbieten.
Im Rahmen eines Aktionsmonats verfolgen die Museen das Ziel, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ein offenes Angebot bereitzustellen und die museale Arbeit selbstkritisch zu reflektieren.
Um gemeinsam Perspektiven für eine barrierefreie Zukunft in Bremens Museen zu erarbeiten und in den Austausch mit den unterschiedlichen Communities zu kommen, möchten die Bremer Museen für Alltagsgeschichte gemeinsam mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer offenen Podiumsdiskussion einladen. Dabei soll der aktuelle Stand bestehender Barrieren analysiert und gemeinsam mit Podiumsgästen sowie dem Publikum zukünftige Lösungsansätze diskutiert werden.

Zugang für alle – Wie digitale Barrierefreiheit gelingt! Workshop am 03. März 2026

Eine grüne Glühbirne hängt zusammen mit mehreren grauen Glühbirnen von der Decke

Digitale Informationsangebote und Dienstleistungen werden immer wichtiger. Das betrifft auch viele Projekte und Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Es versteht sich von selbst, dass auch diese Angebote möglichst barrierefrei gestaltet werden sollten. Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. bietet am 03.03.2026 einen kostenfreien Workshop in Kooperation mit der Zentralstelle für barrierefreie Informationstechnik beim Landesbehindertenbeauftragten und den Pflegestützpunkten Bremen an.

Weitere Informationen und zur Anmeldung zum Workshop „Zugang für alle“.

Wir werden nie wieder Opfer sein! Filmvorführung am 22. Januar 2026 um 18 Uhr im Haus der Bremischen Bürgerschaft, Festsaal

Inklusion und Demokratie sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie stehen aktuell unter besonderem Druck und müssen von uns verteidigt werden. Am 22. Januar 2026 wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der Dokumentarfilm „Wir werden nie wieder Opfer sein“ gezeigt, der auf die heutige Bedrohung von Menschen mit Behinderungen und/ oder psychischer Erkrankung durch die extreme Rechte eingeht.

Der Filmabend und das Podiumsgespräch, an dem neben den Filmemacher*innen auch Florian Grams als Protagonist und Friedrich Buhlrich als Zeitzeuge teilnahmen, haben gezeigt, dass Teilhabe und Inklusion als wirksame Mittel gegen Rechtsextremismus diesen entlarven und ermutigen, gemeinsam weiterzumachen.

Menschenrechte in der Krise: Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen? – Veranstaltung am 20. Januar

Menschen mit Behinderungen stehen aufgrund des Klimawandels vor besonderen Herausforderungen. Daher veranstaltete der Landesbehindertenbeauftragte in Kooperation mit der KlimaWerkStadt Bremen am 20. Januar 2026 die Veranstaltung „Menschenrechte in der Krise: Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen?“.

Mit einem Impulsreferat gelang Andrea Schöne – freie Journalistin, Autorin und politische Bildnerin –ein sehr guter Einstieg, wie behinderte Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Sie griff dabei insbesondere die Themen „Ökoableismus“, „Verteilungsgerechtigkeit“ und „politische Teilhabe behinderter Menschen in Klimawandeldebatten“ auf und machte deutlich, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht.

Im anschließenden Kurzreferat stellte Stefan Wittig von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft dar, wie Bremen mit dem Klimawandel umgeht und wie die Grundlagen sozialer Gerechtigkeit hier gestaltet werden.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde auf Basis der Vorträge mit den zusätzlichen Gästen Florian Grams und Nikos Engel eine Podiumsdiskussion zu den Forderungen an eine inklusive Klimapolitik in Bremen geführt. Alle Teilnehmenden konnten darüber hinaus im Rahmen der Veranstaltung die eigenen Forderungen auf Tafelwänden benennen.
Insgesamt wurde deutlich, dass es noch ein weiter Weg ist, hin zu einer inklusiven Klimapolitik – diese Veranstaltung kann nur der Auftakt sein. Es wurde verabredet, dass die umfassenden Forderungen ausgewertet und in geeigneter Weise den verantwortlichen politischen Akteur:innen übergeben werden. Diesen Weg werden wir transparent gestalten und sichtbar machen.

Wir sagen allen Teilnehmenden und Mitwirkenden herzlichen Dank! Durch diesen ersten Schritt wurde ein wichtiger Grundstein gelegt!