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Migration und Behinderung/ Entwicklungszusammenarbeit

Ukraine - Aufruf an die Behindertenhilfe in Deutschland

Logo Hilfsabfrage.de
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Mit weiteren Institutionen hat das Team des Landesbehindertenbeauftragten die Seite www.hilfsabfrage.de kurzfristig im März erstellt und anschließend beworben. Die Internetseite soll dazu beitragen, die bestehenden Wohn- und Transferangebote für behinderte Menschen aus der Ukraine zu bündeln und übersichtlich aufzuführen, um die zur Verfügung stehenden Ressourcen flächendeckend zu nutzen. Deutschlandweit wurden Organisationen der Behindertenhilfe aufgerufen, ihre Hilfsangebote zu hinterlegen. Organisationen in der Ukraine, in den Grenzregionen sowie in Deutschland können dann ein sogenanntes „matching“ zwischen den behinderten, geflüchteten Menschen und den Hilfsangeboten in Deutschland herstellen.

Zum Hintergrund der Seite www.hilfsabfrage.de hat Arne Frankenstein dem Österreichischen Rundfunk (ORF) ein Interview gegeben. Das Gespräch wurde am 23. März geführt. Einige Probleme von denen der Beauftragte berichtet sind in der Zwischenzeit bereits behoben.


Ukraine - Landesbehindertenbeauftragte schalten sich ein

Flagge Ukraine
Flagge Ukraine

Anfang März haben sich die Bundes- und Landesbeauftragten unter anderem auf Initiative von Arne Frankenstein an die zuständigen Bundes- sowie Landesministerien gewendet und appelliert, die Belange behinderter Menschen bei der Koordinierung der Unterbringung und Versorgung besonders in den Blick zu nehmen. Unter anderem sprechen sich die Beauftragten für eine systematische Identifizierung von Geflüchteten mit Behinderungen und ihrer Bedarfe bei der Ankunft aus. Schreiben der Beauftragten (pdf, 188.4 KB)
Der Text liegt auch in Leichter Sprache vor Schreiben der Konferenz der Bundes- und Landesbeauftragten an die Bundes- sowie Landesministerien zur Lage ukrainischer behinderter Geflüchteter - Leichte Spreche (pdf, 1.3 MB)

Sprachlernangebote für zugewanderte Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen: LBB und der Staatsrat für Arbeit und Europa wenden sich an Bundesministerium

In einem gemeinsamen Schreiben haben sich Arne Frankenstein sowie der Staatsrat für Arbeit und Europa, Kai Stührenberg im Februar 2022 an die Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat gewandt. Frankenstein und Stührenberg weisen in dem Schreiben auf die Situation hin, dass sowohl das Integrationskurs- als auch das Berufssprachkursangebot des Bundes bis heute kein Angebot für kognitiv behinderte Menschen bereithalten. Nach ihrer Ansicht steht dieser Umstand der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Teilhabe des genannten Personenkreises entgegen und beschränkt zudem den Zugang zu sprachlicher Bildung.
Schreiben an die Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern und für Heimat (pdf, 1 MB)

Sprachlernangebote für Zugewanderte und Geflüchtete mit kognitiver Beeinträchtigung - Zwischenfazit und Ausblick

Auf dem Bild ist die Deutschlandkarte mit Punkten zu sehen, die darstellen, von wo die teilgenommen wurde.
Bundesweites Interesse

Im Dezember 2021 nahmen mehr als 150 Teilnehmer:innen aus dem gesamten Bundesgebiet an der Veranstaltung "Deutsch für alle - Deutschunterricht für Zugewanderte und Geflüchtete mit kognitiver Beeinträchtigung" teil. Es wurde die Auswertung des Deutschkurses für Beschäftigte der Werkstatt Bremen vorgestellt. Bei den Teilnehmenden des Kurses lag ein Zuwanderungs- oder Fluchthintergrund vor. Nach der Vorstellung der Ergebnisse der Auswertung erfolgte eine Diskussion zum Thema Sprachmittlung. Arne Frankenstein sprach sich hierbei zum einen für eine Verstetigung des Modellprojekts und eine wissenschaftliche Begleitung mit dem Ziel, ein Fortbildungsmodul zu entwickeln, aus. Darüber hinaus forderte er, dass sich die Erkenntnisse mittelfristig in einem inklusiven Regelangebot für alle wiederfinden müsse. Sonderangebote seien mit Blick auf die UN-Behindertenrechtskonvention zu vermeiden.
Um weitere Erfahrungen zu machen, wurde Anfang 2022 entschieden, das Kursangebot ab Juli 2022 auf weitere Standorte der Werkstätten im Land Bremen auszuweiten. Evaluationsbericht Deutschkurs für Beschäftigte in der Werkstatt Bremen (pdf, 1.6 MB)

Entwicklungszusammenarbeit - Teilhabe behinderter Menschen in Nord und Süd

Arne Franknestein und die Referent:innen
Arne Franknestein und die Referent:innen

Laut Weltgesundheitsorganisation leben weltweit über eine Milliarde behinderte Menschen. Also etwa 15 Prozent der Weltbevölkerung. Rund 80 Prozent von ihnen leben in Ländern des Globalen Südens. Zahlreiche Barrieren verhindern jedoch ihre Teilhabe in der Gesellschaft.
Gemeinsam mit dem Bremer entwicklungspolitischen Netzwerk ist der LBB anhand von Beispielen aus Bremen und Nigeria mit den Teilnehmenden an der Veranstaltung im November 2021 ins Gespräch gekommen. Arne Frankenstein sprach sich mit Blick auf die Entwicklungspolitik für eine konsequente Beteiligung behinderter Menschen als Expert:innen in eigener Sache, für eine barrierefreie Basisarbeit in Deutschland, aber auch für Freiwilligenprojekte im globalen Süden sowie für eine konkrete Budgetierung von inklusiven Maßnahmen aus. Die Veranstaltung fand als Kooperation des BeN und des LBB statt.

Sprachlernangebote für Zugewanderte und Geflüchtete mit kognitiver Beeinträchtigung - Auftaktveranstaltung

Am 1. Juli 2020 fand in den Räumen der Bremischen Bürgerschaft der Expert*innenworkshop „Sprachlernangebote für Zugewanderte und Geflüchtete mit kognitiver Beeinträchtigung" statt. 28 ausgewählte Expert*innen erörterten das aktuelle Angebot an Integrationskursen für Eingewanderte und Geflüchtete und wie teilhabeorientiert dieses ist. Die Teilnehmenden waren sich einig, dass das Angebot für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung zeitnah verbessert werden muss. Ende 2020 wird ein Follow-up-Workshop stattfinden, in dem konzeptionelle Vorarbeiten für Sprachlernangebote für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung im Land Bremen vorgestellt werden.

5. Forum Migration/Flucht und Behinderung zur informellen Ausgrenzung von Geflüchteten mit Beeinträchtigungen

Leider musste das für den 10. Juni 2020 als Präsenzveranstaltung geplante 5. Forum Migration/Flucht und Behinderung aufgrund der geltenden Infektionsschutzmaßnahmen ausfallen. Geplant war neben ein Grußwort des Landesbehindertenbeauftragten, ein Vortrag von Prof. Dr. Christiane Falge über die informelle Ausgrenzung von Geflüchteten mit Beeinträchtigungen. Ferner sollte ein parallel stattfindender Markt der Möglichkeiten, mit zahlreichen Informationsständen von Trägern, Projekten und Netzwerken aus den Bereichen Behinderung, Flucht sowie Integration, die Vernetzung von Akteur*innen in Bremen unterstützen. Um die Inhalte der ausgefallenen Veranstaltung zugänglich zu machen wurden die Grußworte sowie der Vortrag per Video aufgezeichnet. Der Markt der Möglichkeiten ist mittels einer Auflistung der geplanten Aussteller*innen dokumentiert. WEITER

4. Forum Migration/Flucht und Behinderung zum Thema Wohnen

Anfang November 2019 wurde im Rahmen des 4. Forums Migration/Flucht und Behinderung über die verschiedenen Unterstützungssysteme für Geflüchtete sowie für behinderte Menschen in Bremen zum Thema Wohnen informiert. Nach einer Einführung in das Thema durch Harald Grote aus dem Sozialressort, stellten "Mehr Wohnungen für Flüchtlinge in Bremen", "Ankommen im Quartier" sowie der Verein kom.fort ihr Beratungsangebote vor. Rechtsanwalt Holger Gautzsch und Anke Rosenau vom Verein SelbstBestimmt Leben stellten anschließend die Kernaussagen der Verwaltungsanweisung "Bedarfe für Unterkunft und Heizung und zur Sicherung der Unterkunft" vor. Abschließend wurden die Wohnangebote für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung sowie für Menschen mit psychischen Erkrankungen durch Heike Dietzmann (Verein für Innere Mission) und Martina Kemme (Sozialressort) vorgestellt.

3. Forum Migration/Flucht und Behinderung zum Thema Wahrnehmung von Behinderung in der Gesellschaft

Referent Ottmar Miles-Paul
Foto: LVG Bremen

Am 15. Mai 2019 fand auf Einladung der Landesvereinigung für Gesundheit Bremen und des Landesbehindertenbeauftragten zum dritten Mal das Forum Migration/ Flucht und Behinderung statt. Nach einführenden Worten durch Joachim Steinbrück, zeigte Ottmar Miles-Paul in seinem Vortrag "Von der Krüppelbewegung zur UN-Behindertenrechtskonvention" nachfolgend auf, wie behinderte Menschen in den letzten Jahrzehnten für ihre Teilhabe gekämpft haben.
Gudrun Zimmermann thematisierte im zweiten Teil der Veranstaltung interkulturelle Aspekte in Hinblick auf Behinderung und erläuterte die Auswirkung von Tabus im Lebensalltag von behinderten Menschen mit Zuwanderungsgeschichte. Ferner erläuterte Sabine Wolle-Siemens vom Amt für Versorgung und Integration, welche Voraussetzungen vorliegen müssen, um einen Schwerbehindertenausweis zu erhalten.

2. Forum Migration/Flucht und Behinderung zum Thema Kommunikation

Das Bild wurde in der etage aufgenommen und zeigt den vollbesetzten Tagungsraum.
Foto: LBB

Die zweite Veranstaltung des Forums "Migration/Flucht und Behinderung" hat sich Ende November 2018 inhaltlich mit den Themen Kommunikation und Vernetzung beschäftigt. Mehr als 70 Personen folgten der Einladung in die Etage. Eingangs stellten die Vermittlungszentrale für Gebärdensprachdolmetscherinnen, der Dolmetscherpool der Performa Nord sowie die Sprinter Bremen ihr Angebot vor. Kaiwan Rahimy, Wilhelm Winkelmeier und Marcus Wächter gingen im Nachgang der Frage nach, was bei der "Beratung zu Dritt" zu beachten ist. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Vorstellung des Hamburger Projekts "Zuflucht".
Das 3. Forum wird am 23. Mai 2019 ab 13:30 Uhr stattfinden. Thema und Veranstaltungsort werden frühzeitig bekannt gegeben.

„Rechte und Versorgung behinderter Geflüchteter“

Das Foto zeigt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung. Im Vordergrund sind zwei Gebärdendolmetscherin zu sehen. Sie sitzen zum Publikum hingewandt.
Foto: Pressestelle Bremische Bürgerschaft

Die sozialen Leistungsansprüche ausländischer behinderter Menschen sowie die Umsetzung der Mindeststandards zum Schutz von geflüchteten Menschen in Unterkünften waren die Kernthemen einer gemeinsamen Veranstaltung des Landesbehindertenbeauftragten mit der Landesvereinigung für Gesundheit. Mehr als 80 Personen folgten der Einladung und fanden sich am 8. März in der Etage ein. Neben der fachlichen Auseinandersetzung zu den genannten Themen stand erneut die Vernetzung im Fokus. Hierzu stellten sechs Beratungsstellen in einem Blitzlicht ihre Beratungsangebote für behinderte Menschen vor. MEHR

Projekt "Ortsbesuche"

Foto: Büro des Landesbehindertenbeauftragten

Gemeinsam mit SelbstBestimmt Leben (Projektträger) und der Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen e.V. führt der Arbeitsstab des Behindertenbeauftragten seit November 2016 das Projekt "Ortsbesuche" in Bremen durch. Mit den niedrigschwelligen "Ortsbesuchen" soll gegenseitiges Verständnis zwischen den Akteurinnen und Akteuren aus den Bereichen "Migration" und "Behinderung" aufgebaut werden.

Die Zusammenführung von interessierten Organisationen wird sich über die Jahre 2017 und 2018 strecken. Besucht wurden unter anderem bereits die Übergangswohnheime Arbergen und Überseetor, das Zentrum für interkulturelle Studien - ZIS e. V. sowie Frauengesundheit Tenever. Die Organisatoren sind weiterhin auf der Suche nach Partnern aus den Bereichen "Behinderung" und "Migration" und freuen sich auf Ihre Kontaktaufnahme. WEITER

Mehrsprachiger Flyer soll Durchblick schaffen

Aufgefächerte Flyer

Nach mehr als sechsmonatiger Erarbeitung hat der Landesbehindertenbeauftragte Mitte 2016 einen Flyer zum bestehenden Beratungs- und Unterstützungssystem für behinderte Menschen in Bremen präsentiert. Um die vorhandenen Angebote vor allem auch Menschen mit Zuwanderungsgeschichte näher zu bringen, erscheint der Flyer in Arabisch, Englisch, Französisch, Russisch sowie Türkisch sowie in deutscher Standard- und Leichter Sprache. Gerne lassen wir Ihnen auch ein Flyer-Päckchen zukommen WEITER

Werkstattgespräch auf Bundesebene zum Thema "Migration & Behinderung"

Foto: Integrationsbeauftragte / Franquesa
Foto: Integrationsbeauftragte / Franquesa

Im Juni 2016 fand auf Einladung der Bundesbehindertenbeauftragten, Verena Bentele und der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Aydan Özoðuz das Werkstattgespräch "Migration & Behinderung" statt. An dem Austausch im Bundeskanzleramt haben rund 30 Expertinnen und Experten aus Praxis, Wissenschaft und Politik teilgenommen. Der Bremer Arbeitsstab war durch Kai Baumann vertreten.
Die Initiative der beiden Beauftragten geht über das Fachgespräch hinaus. Sie bildete den Auftakt für eine größere Netzwerkveranstaltung, die im ersten Halbjahr 2017 stattfinden wird.