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Inklusion in Schule und Bildungspolitik ins Zentrum rücken!

Unter dem Titel "Inklusion in Schule und Bildungspolitik ins Zentrum rücken!" führten der Landesbehindertenbeauftragte und der Verein "Eine Schule für Alle" am 05. April 2016 im Landesinstitut für Schule (LIS) eine Diskussions- und Informationsveranstaltung zur Weiterentwicklung der schulischen Inklusion durch. Mehr als 70 Teilnehmerinnen folgten der Einladung und erlebten unter anderem ein Bekennen aller anwesenden Bürgerschaftsfraktionen zur Inklusion im Land Bremen.

Rückblick:
Im Frühjahr 2015 wurde das "Bremer Memorandum für schulische Inklusion" der Öffentlichkeit vorgestellt. Initiiert von Joachim Steinbrück und dem Verein "Eine Schule für Alle Bremen e.V." hat ein breites Bündnis von 30 Bremer Verbänden, Vereinen und Organisationen das Memorandum auf den Weg gebracht, um damit die Entwicklung eines inklusiven Schulsystems wieder mehr in das Zentrum der Bildungspolitik in Bremen zu rücken.
Mit der Schaffung der gesetzlichen Rahmenbedingungen wurde in Bremen ein wichtiger erster Schritt zur Entwicklung eines inklusiven Bildungssystems getan. Allerdings halten die UnterstützerInnen des Memorandums es für notwendig, darauf aufmerksam zu machen, dass großer Handlungsbedarf besteht, um die Entwicklung und Qualität eines inklusiven Bildungssystems abzusichern und voranzubringen.

Wie werden die im Bremer Memorandum formulierten Anforderungen an eine gelingende Inklusion aktuell und zukünftig umgesetzt?

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Grußwort des Landesbehindertenbeauftragten

Dies war die zentrale Frage der Tagung. Darüber hinaus wollten die Veranstalter eine Plattform bieten, um über den derzeitigen Entwicklungsstand der Inklusion zu diskutieren.

Nach der Begrüßung durch den Landesbehindertenbeauftragten hat Elke Gerdes von "Eine Schule für Alle Bremen e.V." das Memorandum erneut vorgestellt. Anschließend legten Pastor Uwe Mletzko vom "Verein für Innere Mission Bremen" und Petra Zornhagen von "Selbstbestimmt Leben Bremen e.V." ihre Beweggründe dar, warum ihre Organisationen das "Bremer Memorandum für schulische Inklusion" unterstützen. Es folgten kurze Berichte aus der aktuellen inklusiven Praxis von VertreterInnen aus der Kita, Grundschule und Oberschule, der SEK II, den ZuPs und ReBUZ, von Eltern und SchülerInnen.

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Podiumdiskussion

Nach einer kurzen Pause wurde der Kurzfilm gezeigt, der 2015 anlässlich der Verleihung des Jakob-Muth-Preises für inklusive Schule an die Kinderschule Bremen entstanden ist.

Anschließend diskutierten auf dem Podium Staatsrat Frank Pietrzok von der Senatorin für Kinder und Bildung und die bildungspolitischen SprecherInnen Mustafa Güngör (SPD), Dr. Matthias Güldner (Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Thomas vom Bruch (CDU), Kristina Vogt (DIE LINKE), Julie Kohlrausch (FDP). Es bleibt festzuhalten, dass sich alle SprecherInnen zur Inklusion bekannt haben.