die heißen Sommertemperaturen der letzten Tage stehen im Widerspruch zu der Kälte, die einen überkommt, wenn man einige Reformvorschläge im Bereich der Eingliederungshilfe sowie Kinder- und Jugendhilfe und in anderen Sozialleistungsbereichen zur Kenntnis nimmt. Es ist dringend erforderlich, dass diese im Laufe der weiteren Verhandlungen noch verändert werden.
Vereinbarungen zwischen Bund, Ländern und Kommunen, die zu Lasten der Leistungsansprüche oder der Qualität der Leistungserbringung gehen, sind abzulehnen.
Die Kostenbelastung in den Haushalten darf nicht als Begründung dafür dienen, die gesetzlichen Errungenschaften des Bundesteilhabegesetzes rückabzuwickeln. Vielmehr muss ihre Umsetzung endlich konsequent weitergeführt werden. Es bleiben daher schwierige Zeiten für alle, die Leistungen in Anspruch nehmen und für ihre Weiterentwicklung einstehen. Gemeinsam an einer menschenrechtskonformen Sozialpolitik zu arbeiten, bleibt daher unser Auftrag. Gerade in Bremen ruht darin aber auch eine Chance, im Schulterschluss alte Zöpfe abzuschneiden und sich gemeinsam auf den Weg zu machen.
Wir wünschen Ihnen, dass der Sommer insofern Zeit für Erholung und die schönen Dinge bietet, um Kraft zu tanken für die kommende Zeit.
Arne Frankenstein hat im Rahmen einer Anhörung zum Dialogprozess Eingliederungshilfe am 27. Mai in Berlin die Position der Konferenz der Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern in Berlin eingebracht. Die Reform muss sich daran messen lassen, ob sie weiterhin konsequent das Ziel der Personenzentrierung verfolgt. Es darf keine Änderungen geben, die personenzentrierte Leistungen erschweren oder die Qualitäten der Leistungserbringung verschlechtern. Auch nicht durch die Hintertür. Dringend notwendige Verbesserungen wie der Abbau von überbordender Bürokratie, aber auch die Herstellung des Nachrangs der Eingliederungshilfe bei vorrangigen Leistungsverpflichtungen anderer Träger müssen indes dringend angegangen werden. Das Potenzial einer konsequenten Ambulantisierung von Angeboten muss zudem endlich geprüft werden. Eine menschenrechtsbasierte Eingliederungshilfe, die heute noch nicht umgesetzt ist, muss das Ziel bleiben – nicht nur auf dem Papier.
Die Beauftragten von Bund und Ländern für Menschen mit Behinderungen veröffentlichen zum Abschluss ihres 71. Treffens in Celle am 22./ 23. April 2026 eine gemeinsame Position zu den diskutierten Leistungskürzungen. Damit nehmen sie Bezug auf das geleakte Arbeitspapier „Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen“ vom 25. März 2026, das von einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen verfasst wurde.
Die Kürzungsüberlegungen lassen weitreichende Einschnitte in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen erwarten. Die Vorschläge würden zu unzumutbaren Einschnitten in der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen führen. Deutlich ist, dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht mit den Vorgaben der UN-BRK vereinbar wären.
Besonders problematisch ist die geforderte Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts, das Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen ist. Zudem wird das Ziel des Bürokratieabbaus kaum angegangen, dafür aber die Beschneidung der Rechte von Menschen mit Behinderungen forciert. Einige der Vorschläge, wie die Absenkung der Vermögensfreigrenzen in der Eingliederungshilfe, stehen sogar im Widerspruch zum erklärten Anliegen des Bürokratieabbaus. Andere Vorschläge lasten unerledigte Aufgaben wie den barrierefreien Ausbau des ÖPNV den Menschen mit Behinderungen an oder würden Folgekosten generieren, die weit über möglichen Einsparungen stünden.
In ihrer Gesamtschau sind die Vorschläge nicht geeignet, die erforderliche Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe unter dem Blickwinkel der Teilhaberechte von Menschen mit Behinderungen und der angestrebten Dämpfung der Kostendynamik auszugestalten. Sie sind damit abzulehnen.
Neben dem Positionspapier der KBB veröffentlichen die Beauftragten eine detaillierte Bewertung der Einsparvorschläge von Bund, Ländern und Kommunen sowie damit verbundene Gegenvorschläge.
Arne Frankenstein: „Wer die drängenden Finanznöte von Ländern und Kommunen auf dem Rücken von Kindern und Erwachsenen mit Behinderungen zu lösen versucht, legt die Axt an Menschenrechte und Sozialstaat. Es ist an der Zeit, endlich das große Rad zu drehen und eine ressortübergreifende Inklusionsstrategie mit einer konsequenten Strukturreform der Eingliederungshilfe zu verbinden. Nur wenn die überbordende Bürokratie abgebaut wird und kostenintensive Sonderstrukturen abgebaut werden, können Kosten gesenkt und die Vorgaben der UN-BRK verwirklicht werden.“
Im Mai hat sich Arne Frankenstein mit dem neuen Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Bremen Alexander Gründermann und Jens Ristedt von der Bremen City Initiative getroffen.
Neben einem allgemeinen Gedankenaustausch standen Themen der Barrierefreiheit bei der Innenstadtentwicklung sowie die Teilhabe behinderte Menschen bei der Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt im Fokus.
Im Juni hat Arne Frankenstein auf Einladung der Schwerbehindertenvertretung um ihren Vorsitzenden Daniel Jung an der Schwerbehindertenversammlung der BLG Logistics Group, einem der größten Arbeitgeber im Land Bremen, teilgenommen. Im Zentrum des Austauschs standen die Arbeit des Landesbehindertenbeauftragten sowie die aktuellen Herausforderungen bei der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention im Land Bremen. Im weiteren Austausch ging es um die Möglichkeiten der Förderung schwerbehinderter Mitarbeitender sowie die Verantwortung des Arbeitgebers für die Sicherstellung behindertengerechter und barrierefreier Arbeitsplätze. Der gute Austausch soll fortgesetzt werden.
Am 15. Juni wurde die Wanderausstellung der Initiative #AbleismusTötet mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet.
Neben einem Grußwort von Rolf Diener, Abteilungsleiter bei der Senatorin für Soziales, machte Arne Frankenstein in seiner Rede deutlich, dass Gewalt und Gewaltschutz in Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie nach wie vor hochaktuelle Themen sind. Schutz vor Gewalt und Prävention bleiben eine kontinuierliche Aufgabe:
17 Jahre nach Inkrafttreten der UN-BRK in Deutschland sind weitere Anstrengungen notwendig, um eine inklusive Gesellschaft zu verwirklichen. Wir brauchen Strukturen, in denen Menschen in ihrer Vielfalt gemeinsam leben können. Nicht Art und Schwere einer Behinderung sollten über Lebensmittelpunkt, Lebensqualität und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten entscheiden, sondern die selbstbestimmten Wünsche und Bedürfnisse behinderter Menschen.
Die Journalistin Karina Sturm, die die Ausstellung entwickelt und kuratiert hat, führte mit einer Präsentation in die Hintergründe und Inhalte der Ausstellung ein und erläuterte ihre Motivation für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Führungen durch die Ausstellung werden am 19. Juni von 10:00 bis 11:30 Uhr sowie von 15:00 bis 16:30 Uhr angeboten.
Die Ausstellung wird vom LBB gemeinsam mit dem Demokratiezentrum Land Bremen und der LAGS bis zum 24. Juni im Theater Bremen gezeigt. Wir danken dem Theater Bremen dafür, diese Ausstellung an einem öffentlich bedeutsamen Ort in Bremen zu ermöglichen, der seit jeher Raum für kritische Auseinandersetzungen bietet.
Fast 20 Interessierte besuchten die gemeinsame Veranstaltung der Bremischen Zentralstelle für die Verwirklichung der Gleichberechtigung der Frau und des Landesbehindertenbeauftragten in der Arbeitnehmerkammer Bremerhaven.
Unsere zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelten erfordern ein hohes Maß an digitalen Kompetenzen. Frauen mit Behinderungen stehen dabei vor besonderen Herausforderungen: Fehlende Barrierefreiheit, stereotype oder diskriminierende Darstellungen und unzureichende Repräsentanz in digitalen Medien können bereits bestehende Ungleichheiten weiter verstärken. Insbesondere Social Media und Künstliche Intelligenz (KI) bergen Risiken aber auch Chancen für die digitale Teilhabe dieser Zielgruppe.
Dr. Birgit Scheer von der Agentur Barrierefrei NRW setzte sich in Ihrem Vortrag unter der Fragestellung „Wie kann unter diesen Bedingungen digitale Teilhabe gestärkt werden? Welche Kompetenzen sind dafür notwendig und wie lassen sich Potenziale nutzen, ohne die Risiken aus dem Blick zu verlieren?“ mit folgenden Themen auseinander:
Im Anschluss stellten sich die lokalen Projekte „Mitmachen in der digitalen Welt“ das „Netzwerk digitale Teilhabe“ vor.
In der Diskussion mit dem Publikum wurden konkrete Gelingensbedingungen diskutiert für Bildungsangebote zu digitalen Themen, wie das Angebot von interessengeleiteten Inhalten, einer Lernbegleitung und eines Buddy-Konzepts innerhalb der Lerngruppe. Im Spannungsfeld einerseits Angst zu nehmen und andererseits einen verantwortungsvollen Umgang zu vermitteln, stellt derzeit selbstbestimmte KI-Nutzung das größte Potenzial in der Vermittlung von Medienkompetenz gerade auch an Frauen mit Behinderungen dar
Das Bremer entwicklungspolitisches Netzwerk e.V. gibt es nicht mehr. An seine Stelle ist jetzt bremen.global, das Netzwerk für weltweite Gerechtigkeit getreten. So wird die wichtige internationale Arbeit für Solidarität und Gerechtigkeit fortgesetzt und zugleich wird der Schwerpunkt verschoben.
Es geht nicht mehr in erster Linie darum, den globalen Süden zu „entwickeln“, sondern Bremen zu entwickeln, um weltweite Gerechtigkeit zu ermöglichen.
Dabei spielt die der Blick auf Inklusion und die Bedarfe von behinderten Menschen seit einiger Zeit eine große Rolle – auch weil der Ansatz der Behindertenbewegung, Nichts über uns ohne uns, seine Berechtigung auch im Verhältnis von globalem Süden und globalem Norden hat.
Am 12.06. hat das Netzwerk diesen Neustart mit einem fröhlichen Sommerfest im Kukoon im Park gefeiert. Wir freuen uns auf die weitere gute Zusammenarbeit.
Im Juni fand die FASD Aktionswoche in Bremen statt. Ziel der Aktionswoche war es, das Bewusstsein für Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD) zu stärken, Vorurteile abzubauen und die Lebenssituation von Menschen im Spektrum stärker in den gesellschaftlichen Fokus zu rücken.
Das Programm richtete sich an Fachkräfte, Lehrkräfte, Pflege- und Adoptiveltern, Angehörige, Betroffene sowie Interessierte. Hervorzuheben war die interaktive Wanderausstellung „ZERO!“, die im Gesundheitsamt Bremen zu sehen war. Die Ausstellung vermittelte anschaulich Wissen über FASD, die Risiken von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft und Möglichkeiten der Prävention.
Arne Frankenstein eröffnete gemeinsam mit Sozialsenatorin Dr. Claudia Schilling die Woche und nahm an einer anschließenden Podiumsdiskussion teil. Er machte deutlich, dass es darum gehen sollte, die Lebensrealitäten von Menschen mit FASD und die ihrer Familien so zu verbessern, dass ein möglichst selbstbestimmtes Leben ohne Stigmatisierung geführt werden kann. Hierfür sollten unter Beteiligung von ihnen als Expert:innen in eigener Sache konkrete Rahmenbedingungen geschaffen werden.
Arne Frankenstein machte beim Austausch mit der ständigen Kommission zur Umsetzung der UN-BRK an der Hochschule Bremen deutlich, dass die Verwirklichung gleichberechtigter Teilhabe eine Daueraufgabe ist und oft dann gut funktioniert, wenn akteursübergreifend an der Umsetzung konkreter Maßnahmen gearbeitet wird. Er begrüßte daher die Bemühungen um die Weiterentwicklung des hochschuleigenen Aktionsplans.
Besonders würdigte er das Engagement der neuen Studierendenvertretung für behinderte Studierende (StuBBS), die langfristig und auch durch konkrete Stellen abgesichert werden sollte.
Am 21.05.2026 hat Monique Birkner aus dem Team des LBB am Fachtag „Barrierefreie Eingangssituationen“ bei KomFort in Bremen teilgenommen. Unter dem Grundsatz „Hinkommen, Reinkommen, Klarkommen“ standen viele wichtige Aspekte rund um eine wirklich barrierefreie Gestaltung im Fokus. Denn Barrierefreiheit beginnt nicht erst im Gebäude. Wenn bereits der Zugang nicht barrierefrei gestaltet ist, helfen auch die besten Lösungen im Inneren nur bedingt. Die barrierefreie Erreichbarkeit bleibt Grundbedingung für ein selbstbestimmtes Leben.
Am 19.05.2026 hat Andreas Conrads als Referent seitens des LBB aktiv am Fachtag „Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit konkret“ teilgenommen. Im Rahmen eines 2-teiligen Workshops wurde von ihm ein Referat über das Thema „Ableismus erkennen und erleben“ gehalten. Hier wurde u. a. anhand von Praxisbeispielen aufgezeigt, was Ableismus ist und wo er alltäglich durch Menschen mit Behinderungen – auch in Bremen – erlebt wird. Die anschließende rege Diskussion zeigte, wie wichtig und vielschichtig das gesamte Thema ist.
Fachtag Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit konkret - Erfahrungen aus Bremer Quartieren
Der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen war wieder Anlass für eine laute und entschlossene Demonstration vom Bremer Hauptbahnhof zum Marktplatz und für eine Kundgebung vor dem Haus der Bürgerschaft. Unter dem Motto „Wir lassen uns nicht die Butter vom Brot nehmen“ machten mehr als 500 Menschen mit und ohne Behinderungen deutlich, dass Inklusion und Teilhabe kein Luxus, sondern Menschenrechte, die nicht verhandelbar sind.
Der Landesbehindertenbeauftragte wies in seinem Redebeitrag auf der Kundgebung die kürzlich bekannt gewordenen Kürzungspläne in der Eingliederungshilfe zurück. Die Pläne sind – so führte er aus – ein direkter Angriff auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Das vom Paritätischen Wohlfahrtsverband an die Öffentlichkeit gebrachte Papier einer Arbeitsgruppe aus Bund, Ländern und Kommunen habe mit Inklusion und Teilhabe nichts zu tun. Es nehme an keiner Stelle Menschen in den Blick, sondern reduziere sie vollständig auf Zahlen. Eine solche Sicht auf Menschen sei nicht hinnehmbar und auch deshalb forderte der Landesbehindertenbeauftragte die Bremer Landespolitik dazu auf, sich diesen Plänen in den Weg zu stellen. Vielmehr sollte Bremen sich – wie in der Vergangenheit auch – auf den Weg machen und innovative Konzepte zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention in der Praxis zu erproben und hierbei qualitative Verbesserungen und Finanzierbarkeit zusammenzudenken.
Mit Blick auf die Reform des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG) machte der Landesbehindertenbeauftragte deutlich, dass Barrierefreiheit nicht zu erreichen sei ohne tatsächliche Barrieren zu beseitigen. Deshalb sei es ein völlig falsches Signal, dass im BGG keinerlei konkrete Verpflichtungen für die Privatwirtschaft zur Herstellung von Barrierefreiheit festgeschrieben werden sollen. Der Landesbehindertenbeauftragte charakterisierte diese Praxis als Kniefall vor den Interessen der Wirtschaft, der Inklusion und Teilhabe verhindere.
Der Dank des Landesbehindertenbeauftragten galt den vielen Aktiven, die diesen Protesttag organisiert und mit Leben erfüllt haben, sowie allen, die an vielen Orten für eine inklusive und solidarische Gesellschaft einstehen. Die Behindertenbewegung darf sich auch in Zukunft nicht die Butter vom Brot nehmen lassen.
KI – aber wie?! Unter diesem Motto stand der 22. Parlamentarierabend in der Hochschule Bremerhaven zu dem die Lebenshilfe Bremerhaven und die Albert Schweitzer Wohnen und Leben gGmbH eingeladen hatten.
Nach einem praxisnahen Impulsvortrag und einem gemeinsam mit KI erstellten Gedicht, wurden im Rahmen der Podiumsdiskussion Fragen zu den Chancen und Risiken des KI-Einsatzes durch Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen diskutiert. Herr Schmökel, Mitarbeiter der WfbM, berichtete, dass er generative KI im Alltag nutzt, um schnell und ohne Schreib- und Leseaufwand an Informationen zu gelangen. Herr Prof. Rink führte aus, wie wichtig die Partizipation behinderter Menschen beim Einsatz von KI und neu aufkommenden Forschungsfragen dazu ist. Ulrike Peter von der ZenbIT ergänzte aus technischer Sicht den Nutzen, der sich durch KI für behinderte Menschen neu ergibt, aber auch, dass KI generierter Code nicht zwangsläufig barrierefrei ist, auch wenn die KI überzeugend behauptet, dass dies so sei.
An die Politik wurde klar die Forderung formuliert, dass Mittel vorhanden sein müssen, um aktuelle Endgeräte und gute Bandbreite gerade für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen in ihrem Arbeits- und Lebensumfeld bereit zu stellen, damit Teilhabe auch im Digitalen gelingt.
Unter dem Titel „Alltag inklusive“ haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte (Adern der Stadt, Altes Pumpwerk, Dom-Museum, Hafenmuseum, Krankenhaus-Museum, Rundfunkmuseum, Schulmuseum, Tischlerei-Museum und WUSEUM) gemeinsam barrierefreie Veranstaltungen in den Museen angeboten.
Im Rahmen eines Aktionsmonats verfolgten die Museen das Ziel, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ein offenes Angebot bereitzustellen und die museale Arbeit selbstkritisch zu reflektieren. Um gemeinsam Perspektiven für eine barrierefreie Zukunft in Bremens Museen zu erarbeiten und in den Austausch mit den unterschiedlichen Communities zu kommen, haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte gemeinsam mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer offenen Podiumsdiskussion eingeladen.
Zu den Ergebnissen der Veranstaltung zählten eine stärkere Sensibilisierung für das Thema Barrierefreiheit, ein Austausch über bestehende Barrieren in den Museen sowie die Diskussion und Entwicklung möglicher Lösungsansätze für die Zukunft. Gemeinsam mit den 60 Teilnehmenden wurden Perspektiven für mehr Barrierefreiheit in Museen erarbeitet. Zudem wurden Ansätze zur Stärkung inklusiver Vermittlungsangebote sowie zur stärkeren Beteiligung behinderter Menschen in relevanten Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen diskutiert. Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nun weiterverfolgt werden, z.B. durch die Beratung im Landesteilhabebeirat.
Am 03. Juni 2026 kam der Landesteilhabebeirat zu seiner 50. Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung standen Klimaschutz und Inklusion, die Sicherstellung einer inklusiven und barrierefreien ambulanten Gesundheitsversorgung in Bremen und die aktuelle Situation des Medizinisches Behandlungszentrum für Erwachsene mit geistigen und/oder schweren Mehrfachbehinderungen (MZEB). Diese Themen wurden engagiert diskutiert und eindeutige Forderungen an die Bremer Politik formuliert. So machte der Landesteilhabebeirat deutlich, dass das MZEB dauerhaft gesichert werden muss und es auch in der Fläche deutlich mehr barrierefreie Arztpraxen braucht.
Der Landesteilhabebeirat forderte den Senat zudem auf, eine inklusive, gerechte und menschenrechtsorientierte Klimapolitik in Bremen umzusetzen. Angesichts des langfristigen Ausfalls der Fahrstühle an der Teerhofbrücke forderte der Landesteilhabebeirat das Amt für Straßen und Verkehr auf, die Fahrstühle zügig wieder instand zu setzen, um eine barrierefreie Nutzung der Teerhofbrücke zu gewährleisten.
Weil Heima Schwarz-Grote nicht mehr als stellvertretende Vorsitzende des Landesteilhabebeirates zur Verfügung steht, wählte das Gremium Rosemarie Kovač in dieses Amt und bestätigte auch Lars Müller als stellvertretenden Vorsitzenden. Dank gilt Heima Schwarz-Grote für die geleistete Arbeit. Rosemarie Kovač und Lars Müller wünschen wir (weiterhin) viel Erfolg bei ihrer Arbeit.
Seit dem 15. April ist Florian Grams im Team des Landesbehindertenbeauftragten. Als Referent für Bildung, Gesundheit und Migration mit besonderem Fokus auf die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes ist er der Nachfolger von Kai Baumann. Obwohl Florian Grams in Hannover wohnt, kennt er sich in der behindertenpolitischen Landschaft Bremens gut aus. Denn die Hansestadt ist ihm schon 15 Jahre lang berufliche Heimat. Zuerst hat er für mehrere Bremer Bundestagsabgeordnete gearbeitet und war dann die letzten vier Jahre als stellvertretender Geschäftsstellenleiter für die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter Menschen Bremen tätig. In dieser Zeit begleitete er den Arbeitskreis Bremer Protest und damit auch die alljährlichen Protesttage und das Behindertenparlament, dessen Präsident er schon mehrmals war. Darüber hinaus bringt er sich immer da in Debatten und Auseinandersetzungen ein, wo es darum geht, die Beschneidung von Teilhabemöglichkeiten für Menschen zu verhindern.
Florian Grams ist studierter Historiker und hat sich wissenschaftlich mit der Geschichte der Arbeiterbewegung auseinandergesetzt, aber auch mit der Geschichte von Behinderung und Ausgrenzung. So entstanden etliche Aufsätze aber auch die Chronik einer Förderschule in Hildesheim und ein Buch zum Gedenken an den Bremer Behindertenpädagogen Wolfgang Jantzen. Florian Grams freut sich darauf, auch diese Fähigkeiten an seiner neuen Wirkungsstätte einzubringen.
Privat ist Florian Grams verheiratet und Vater einer erwachsenen Tochter. Außerdem ist er gerade Großvater geworden. Für ihn ist diese erlebte Aufgehobenheit in lebendigen Beziehungen ein starker Antrieb für sein Ringen um ein inklusives und solidarisches Zusammenleben aller Menschen in Bremen und überall.
Im Mai haben wir für zwei Wochen Zuwachs von Kira bekommen: „Die letzten zwei Wochen habe ich mein Schulpraktikum beim LBB gemacht. Dabei habe ich die vielen verschiedenen Bereiche der einzelnen Mitarbeitenden kennengelernt und selber einige Aufgaben bekommen, um noch tiefer in das Thema „Barrierefreiheit“ einzutauchen. Während ich die sehr netten Mitarbeitenden und ihre Aufgaben kennengelernt habe, hatte ich auch schon ein paar Treffen z.B. mit der Landesdenkmalpflegerin Frau Dr. Onnen oder Patrick Herrmann vom HBB e.V. Diese Gespräche waren sehr interessant und gaben viele Einblicke in die jeweilige Arbeit.
Am Dienstag, den 05.05. war ich beim Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Bei diesem Protesttag ging es darum, dass die aktuelle Bundesregierung vorhat, an der Inklusion zu sparen. Unter anderem soll bei der Eingliederungshilfe gekürzt werden, indem z.B. die Individualansprüche durch das Pooling abgeschafft werden sollen. Diese Maßnahmen stehen aber im Gegensatz zur UN-Behindertenrechtskonvention der sich Deutschland verpflichtet hat. In dieser Konvention steht nämlich, dass die Inklusion und Teilhabe aktiv gefördert werden muss. Mit diesen Sparmaßnahmen wird das aktiv verhindert und dagegen wurde am Dienstag protestiert. Über all diese Themen habe ich in den letzten zwei Wochen einen tollen Überblick bekommen, der mir hilft, die Dinge, wie die Sparmaßnahmen oder die Inklusion tiefgründig zu verstehen.
Besonders spannend war die Aufgabe, die ich von Rebecca und Ulrike bekommen habe. Bei dieser Aufgabe ging es darum, dass ich selber Websites auf digitale Barrierefreiheit testen durfte und die Ergebnisse dann in einen Test-Tool festgehalten habe. Während des Testens habe ich selber sehr viel zum Thema Barrierefreiheit im Internet gelernt, was ein sehr spannendes Thema ist, da es hier noch zu wenig Aufklärung dazu gibt. Dabei sollte dieses Thema schon in der Schule behandelt werden, damit jeder weiß, was digitale Barrierefreiheit bedeutet und wie wichtig das ist. Zudem habe ich noch die Schlichtungsstelle und deren Arbeit kennengelernt. Vor meinem Praktikum hatte ich noch nie davon gehört, aber jetzt danach finde ich die Einrichtung der Stelle äußerst wertvoll, da sie es Menschen mit Behinderungen ermöglicht gegen die Diskriminierung und Benachteiligung durch öffentliche Stellen vorzugehen.
Zusammengefasst kann ich sagen, dass dieses Praktikum mir einen sehr guten Einblick in die Arbeit des LBBs gegeben hat, die so unglaublich wichtig ist.“
Nach vierjähriger Tätigkeit in unserer Dienststelle hat Grit Gilde Ende April ihre Arbeit bei uns beendet. Sie war in der Geschäftsstelle der ZenbIT sowie im Vorzimmer des LBB tätig und übernahm unter anderem sekretariatsbezogene Aufgaben. Darüber hinaus war sie Ansprechpartnerin für Bürger*innen im telefonischen Erstkontakt, unterstützte die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen und war für die Ausgabe des Euroschlüssels zuständig. Viele werden deshalb mit ihr Kontakt gehabt haben.
Zum 1. Mai 2026 hat Grit Gilde eine neue Aufgabe bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen und Transformation übernommen.
Wir danken Grit herzlich für ihr Engagement und ihre zuverlässige Unterstützung in den vergangenen Jahren. Für ihren weiteren beruflichen Weg sowie persönlich wünschen wir ihr alles Gute und viel Erfolg.
Die Nachbesetzung ihrer Stelle steht derzeit noch aus.
Mit einer bundesweiten Umfrage möchte der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Jürgen Dusel, und sein Team Erfahrungen aus der Praxis sammeln. Gesucht werden Hinweise auf bestehende Barrieren, konkrete Verbesserungsvorschläge und Beispiele, wie digitale Teilhabe bereits heute gelingt. Mitmachen können Menschen mit komplexen Behinderungen, ihre Angehörigen, Fachkräfte, Verbände und alle, die ihre Erfahrungen teilen möchten.
Die Umfrage ist anonym, umfasst 13 Fragen und läuft bis zum 31. Juli 2026.
Vor 50 Jahren – im Frühjahr 1976 – einigten sich die ehemaligen Hansestädte Danzig und Bremen auf eine Städtepartnerschaft. Für Bremen war es die erste Städtepartnerschaft überhaupt. Zudem handelte es sich um die erste Partnerschaft zwischen einer westdeutschen und einer polnischen Stadt nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges.
Nun – ein halbes Jahrhundert später wird diese Verbindung an Weichsel und Weser mit vielfältigen Veranstaltungen gefeiert. Ein Schwerpunkt ist dabei das gemeinsame Ringen um Inklusion. So hat die Deutsch-polnische Gesellschaft im Focke-Museum den Dokumentarfilm „Gosia@Tomek“ gezeigt, in dem es um die Liebe einer nichtbehinderten Frau zu einem Mann mit Behinderung geht.
Vor allem aber möchte sich Bremen im Rahmen des Dominikaner-Marktes in Danzig als Stadt auf dem Weg zu einer inklusiven Gemeinde präsentieren. Aus diesem Anlass wollen wir mit vielen behindertenpolitisch Aktiven aus Bremen nach Danzig fahren. Die Reise soll vom 06. oder 07.08. bis zum 09.08.2026 stattfinden. Sie wird im Rahmen des EU-Programms „CERV – Citizens – Equality – Rights – Values“ gefördert. Im Rahmen dieser Reise wird es die Möglichkeit des Austausches mit Vertreter:innen der Stadt Danzig und nach Möglichkeit auch mit behindertenpolitisch Aktiven aus der Stadt geben. Wer Interesse daran hat, mitzufahren, melde sich bitte unter florian.grams@lbb.bremen.de.
Es ist ein kleiner Hof in Bremen-Walle. Er wirkt eingezwängt zwischen der großen Waller Heerstraße auf der einen und der Bahnlinie auf der anderen Seite. Doch in dieser vermeintlichen Enge ist etwas Großes und Weites entstanden. Genau hier nämlich befindet sich das Atelier von Blaumeier, des einzigartigen und inzwischen fast weltbekannten inklusiven Freizeit- und Kulturprojekts, das seit 1986 – inzwischen also seit vier Jahrzehnten – immer wieder mit spektakulären Theaterinszenierungen, Kunstausstellungen und Konzerten von sich reden macht
Entstanden im Zusammenhang mit der Auseinandersetzung um die Auflösung der Bremer Langzeitpsychiatrie in Kloster Blankenburg ging es den Pionierinnen und Pionieren der künstlerischen Arbeit von Menschen mit Behinderungen darum, ein Angebot zu schaffen, dass den Menschen, die so oft ausgegrenzt und eingeschlossen waren, einen Freiraum zu schaffen, an dem sie ihre Fähigkeiten entdecken, entwickeln und zeigen können. Seitdem entstehen in Walle Bilder, Masken und Theaterproduktionen, die sich mit den kleinen und großen Problemen dieser Welt auseinandersetzen, die Anlass zum Nachdenken über Heimat und Fremde geben, die die ganz persönlichen Sorgen und Freuden der Produzierenden widerspiegeln und sich dabei nicht davor scheuen, die ganz großen Themen anzufassen.
Der Landesbehindertenbeauftragte und sein Team gratulieren dem Blaumeier-Atelier zu der gelungenen Entwicklung der letzten 40 Jahre, freuen sich auf die Veranstaltungen zum Jubiläum und hoffen auf eine lange und erfolgreiche Zukunft, denn Bremen würde viel verlieren, könnte Blaumeier nicht auch weiterhin verrückt und querdenkend bleiben, damit sein Funke weiter zündet.
Direkt zu Blaumeier
Am 17. Juni 2026 wurde die Skateanlage im Überseepark als 1000. Einrichtung für den Online-Stadtführer „Bremen barrierefrei“ erhoben. Damit wächst das Portal nicht nur um einen besonderen Ort, sondern auch um eine neue Kategorie: Skateanlagen ergänzen künftig das vielfältige Informationsangebot rund um Zugänglichkeit und Nutzbarkeit in Bremen.
Seit 2014 bietet die Datenbank Menschen mit Beeinträchtigungen verlässliche Informationen zu Einrichtungen in der Stadt. Seit 2018 bildet sie das Herzstück des Portals „Bremen barrierefrei“. Inzwischen umfasst der Stadtführer 14 Oberkategorien und mehr als fünfzig Unterkategorien – von Kultur und Gastronomie über Mobilität und Unterkünfte bis hin zu Freizeit- und Sportangeboten.
Anlässlich der Veranstaltung dankte der Landesbehindertenbeauftragte dem Projektteam von p&t planung für dessen vorbildliche und immer an den Interessen der behinderten Menschen ausgerichtete Arbeit sowie dem Wirtschaftsressort, der WFB und bremen Online für die jahrelange Arbeit.
Erfreut nahmen die Teilnehmenden der sehr gut besuchten Veranstaltung die Zusage von Wirtschaftsstaatsrätin Frese zur Kenntnis, die Absicherung der Finanzierung zusagte.
Die 1000. Erhebung nahm das Thema Barrierefreiheit und Inklusion im Sport in den Blick. Es kamen zu einer Podiumsdiskussion Vertreter:innen aus Politik, Tourismus, Sport, Selbstvertretung und Planung zusammen. Besonders hervorzuheben waren die Sportler:innen von Sit’n’Skate. Sie zeigten in beeindruckender Weise was beim Rolli-Skaten möglich ist. Sehr viele probierten sich selbst mit Sportrollstühlen, Helmen und Schützern aus. Ein inklusives Event für alle!
Die Aufnahme der Skateanlage im Überseepark zeigt, wie Sport, Freizeit und Tourismus zusammenwirken können: Informationen zur Anlage selbst, zur Anreise, zu Unterkünften und Gastronomie machen Bremen für Menschen mit unterschiedlichen Bedürfnissen besser planbar – und für alle erlebbarer.
Inklusik wurde 2019 ins Leben gerufen, um klassische Konzerte für Menschen zugänglich zu machen, die sich in traditionellen Konzertformaten oft ausgeschlossen fühlen. Dabei folgt Inklusik einem einfachen Gedanken: Nicht der Mensch muss sich an das Konzert anpassen – das Konzert passt sich an die Menschen an.
Das nächste anstehende Konzert findet am 09. August 2026 um 16:00 Uhr statt. Das Trio "Sol Sayn Gelebt" spielt Klezmer und Balkan, Melodien und Klänge aus dem Osten Europas.
Ein neuer Leitfaden des Bundesverbands der Arbeiterwohlfahrt (AWO Bundesverband) veranschaulicht anhand von Beispielen, wie Fachkräfte Menschen mit Fluchterfahrung und Behinderung Orientierung bieten, unterstützen und bei Bedarf an geeignete Stellen weitervermitteln können – stets angepasst an die jeweilige individuelle Situation.
Leitfaden: Zugang zum Recht für Menschen mit Fluchterfahrung und Behinderung
Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) hat zusammen mit der Bundesinitiative Barrierefreiheit einen Leitfaden für ein Verwaltungshandeln entwickelt, das die Bedarfe von Menschen mit Behinderungen von Anfang an mitdenken und so ihre Teilhabe verbessern soll. Die 20-seitige Broschüre richtet sich gezielt an Bundesressorts und Behörden.
Leitfaden Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verbessern
Der Fachtag widmet sich dem Schwerpunkt „Menschen mit Demenz und Lernschwierigkeiten“. Er wird von der Koordinierungsstelle Gesundheitliche Chancengleichheit Bremen, Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e.V. in Kooperation mit dem Landesbehindertenbeauftragten durchgeführt. Gemeinsam möchten wir auf aktuelle Erkenntnisse, Sichtweisen von Angehörigen sowie Erfahrungen aus der Praxis blicken. Neben einem Impulsvortrag zu aktuellen Grundlagen zur Begleitung von Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung und Demenz wird das Programm durch einen persönlichen Erfahrungsbericht im Rahmen einer Angehörigenperspektive bereichert. Zum Abschluss lädt die Gesprächsrunde „Stimmen aus der Praxis“ zum gemeinsamen Austausch ein. Hier haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, ihre Fragen an Menschen aus unterschiedlichen Praxisfeldern zu richten, Erfahrungen zu diskutieren und Anregungen für die eigene Arbeit mitzunehmen.
Der Link zur Anmeldung sowie der Programmablauf werden rechtzeitig veröffentlicht.
Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen treffen im Alltag auf diverse Nachteile. Diese mehrfachen Benachteiligungen schränken ihre Teilhabe auf vielen Gebieten ein - zum Beispiel in der Arbeitswelt, im gesellschaftlichen und politischen Diskurs, in der Kultur oder im Sport. Frauen mit Behinderungen werden auch besonders oft Opfer von allen Formen von Gewalt.
Der Landesfrauenrat Bremen und der Landesbehindertenbeauftragte Arne Frankenstein als Vorsitzender des Landesteilhabebeirats laden alle Interessierten zu einem Austausch über diese Erfahrungen ein. Unsere Gäste werden Frauen aus der Selbstvertretung, Interessenverbänden und Schwerbehindertenvertretungen sein. Nach dem Gespräch ist ein lockeres Beisammensein mit Getränken und Häppchen geplant.
Die Ausstellung kann bereits jetzt während der Öffnungszeiten der VHS Bremen in der 3. Etage besucht werden.
Weitere Informationen folgen nach dem Sommer.
Mittwoch, 7. Oktober 2026 von 15:30 – 17:30 Uhr mit anschließendem Get-Together
VHS Bremen, Erdgeschoss, Faulenstraße 69, 28195 Bremen
Automatische Untertitel, barrierefreie digitale Angebote, Alternativtexte: Künstliche Intelligenz bietet neue Möglichkeiten, Teilhabe zu stärken. Doch Barrierefreiheit kann nicht automatisch durch Technologie erzeugt werden – und KI-Systeme können bestehende Ausschlüsse auch reproduzieren.
Die Bremische Landesmedienanstalt und der Landesbehindertenbeauftragte Bremen laden ein, gemeinsam mit Expert*innen aus Wissenschaft, Praxis, Medien und Selbstvertretung darüber zu diskutieren, wie KI sinnvoll eingesetzt werden kann und welche Rahmenbedingungen dafür notwendig sind.
Weitere Informationen und zur Anmeldung KI und Barrierefreiheit
Digitale Informationsangebote und Dienstleistungen werden immer wichtiger. Das betrifft auch viele Projekte und Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Es versteht sich von selbst, dass auch diese Angebote möglichst barrierefrei gestaltet werden sollten. Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. bietet am 11. November 2026 einen kostenfreien Workshop in Kooperation mit der Zentralstelle für barrierefreie Informationstechnik beim Landesbehindertenbeauftragten und den Pflegestützpunkten Bremen an.
Weitere Informationen und Anmeldung zum Workshop Zugang für alle
Anlässlich von 40 Jahren Beratungsstelle Selbstbestimmt Leben e.V. Bremen richtet der Verein einen Fachtag zu einem hochaktuellen Zukunftsthema aus:
Welche Chancen bietet Künstliche Intelligenz für die Selbstbestimmung behinderter Menschen – und wo liegen mögliche Risiken?
Freuen Sie sich auf eine spannende Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Perspektiven, Impulsen und Diskussionen.
Die Teilnahme ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Anmeldung und das vollständige Programm werden rechtzeitig veröffentlicht.
Save the date: 40 Jahre Beratungsstelle Selbstbestimmt Leben e.V. Bremen