Guten Tag,
herzlich Willkommen auf den Internetseiten des Landesbehindertenbeauftragten der Freien Hansestadt Bremen.
Hier finden Sie umfassende Informationen über die Arbeit meiner Dienststelle. Für jede Anregung, Lob und Kritik sind mein Team und ich dankbar.
Ihr
Arne Frankenstein
Der Landesbehindertenbeauftragte
Seit 20 Jahren gibt es das Amt des Landesbehindertenbeauftragten. Mehr darüber in unserem Newsletter Nummer 58 vom Dezember.
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Wir sagen von Herzen Danke, Dieter Stegmann. Mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und großem Herzen hat er sich über Jahrzehnte hinweg für die Rechte und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen starkgemacht und Bremen nachhaltig verändert. Sein Engagement hat Strukturen geschaffen, Teilhabe ermöglicht und vielen Menschen eine starke Stimme gegeben. Die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine verdiente Anerkennung seines Wirkens – und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz von Menschen mit Behinderungen für ein inklusives Miteinander.
Ehrung für jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Arne Frankenstein sprach am 19.02. auf der 39. Inklusionsforschungstagung, einem europaweiten Kongress der Inklusionsforschung, der vom 18. bis 20. Februar 2026 in Bremen stattfand.
Er wandte sich hierbei direkt an die Wissenschaftler:innen.
Frankenstein: "Wir brauchen gerade jetzt Forschung, die auf normativer Grundlage weiter konkretisiert, wie eine Schule für alle unter den gegenwärtigen Bedingungen aussehen sollte. Gerade an der Universität Bremen weiß man, dass die methodischen Konzepte seit den 1980er Jahren bestehen. Sie konzeptionell in die Zukunft zu führen, um die menschenrechtlichen Vorgaben umzusetzen, hierzu erwarte ich einen Beitrag der Inklusionsforschung."
Danach wandte er sich in Gegenwart von Bildungssenator Mark Rackles an Politik und Verwaltung. Gegen Widerstände auf Grundlage fachlicher Überzeugungen für echte Transformationen einzustehen, das wiederum erwarte der Beauftragte von Politik und Verwaltung. Dies könne nur erreicht werden, wenn das Ziel einer Einheitsschule im Rahmen eines Entwicklungsplans verfolgt werde.
"Inklusion ist nicht Hemmschuh, sondern Schlüssel zu mehr Bildungsqualität."
Im Anschluss begeisterte Janne Schmidmann das Publikum mit einem fulminanten Vortrag zur Notwendigkeit inklusiver Haltung.
Inklusion und Demokratie sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie stehen aktuell unter besonderem Druck und müssen von uns verteidigt werden. Am 22. Januar 2026 wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der Dokumentarfilm „Wir werden nie wieder Opfer sein“ gezeigt, der auf die heutige Bedrohung von Menschen mit Behinderungen und/ oder psychischer Erkrankung durch die extreme Rechte eingeht.
Der Filmabend und das Podiumsgespräch, an dem neben den Filmemacher*innen auch Florian Grams als Protagonist und Friedrich Buhlrich als Zeitzeuge teilnahmen, haben gezeigt, dass Teilhabe und Inklusion als wirksame Mittel gegen Rechtsextremismus diesen entlarven und ermutigen, gemeinsam weiterzumachen.
Klimaschutz und Inklusion müssen von Anfang an zusammen gestaltet werden. Es ist Zeit, dass die Lebenswirklichkeit von behinderten Menschen gleichwertiger Bestandteil der Klimadebatte wird.
Wir möchten mit Euch ins Gespräch kommen und die Anforderungen an eine inklusive, gerechte und menschenrechtsorientierte Klimapolitik für alle formulieren.
Weitere Informationen und Anmeldung zur Veranstaltung Menschenrechte in der Krise
Mit einem feierlichen Festakt im Festsaal des Hauses der Bürgerschaft hat der LBB gestern sein 20-jähriges Bestehen begangen.
Rund 150 Gäste aus Politik, Verwaltung, Zivilgesellschaft und den Organisationen der Menschen mit Behinderungen aus Bremen und dem gesamten Bundesgebiet nahmen an der Jubiläumsveranstaltung teil, die einen Rückblick auf zwei Jahrzehnte Behindertenpolitik in Bremen und zugleich den Blick nach vorne bot.
Inhaltlich stellte Arne Frankenstein heraus, dass wir auf dem Weg in eine inklusive Gesellschaft aktuell an einem Kipppunkt stehen:
„Bremen hat in der Vergangenheit gezeigt, wie im Schulterschluss von Organisationen behinderter Menschen, Verwaltung und Politik Benachteiligungen abgebaut werden konnten. Hieran kontinuierlich gemeinsam weiterzuarbeiten, ist das Gebot der Stunde. Die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen darf nicht unter dem Druck von Haushaltskonsolidierungen leiden. Sie ist ein unveräußerliches Menschenrecht - kein Sparposten.“
Weitere Bilder und Berichte von der Jubiläumsveranstaltung: 20 Jahre LBB
Anlässlich des 20. Jubiläums wurde am 10. Dezember 2025 in der Seestadt Bremerhaven der Dokumentarfilm „Wir werden nie wieder Opfer sein!“ der Bremer Filmemacher:innen von compagnons cooperative inklusiver film gezeigt und mit dem Publikum diskutiert. Der Film zeigt die heutige Bedrohung von Menschen mit Behinderungen und/oder psychischer Erkrankung durch die extreme Rechte und ordnet sie mit starken Bildern und Kommentierungen ein.
Im Rahmen der Podiums- und Publikumsdiskussion mit den Filmemachern Liz Dinh und Jürgen J. Köster sowie dem Protagonisten Friedrich Buhlrich, die von Florian Grams moderiert wurde, gelang es, den Bogen von den Schatten der Vergangenheit auch in Ansehung der Sorgen der Gegenwart in die Zukunft zu schlagen. Arne Frankenstein machte hierbei deutlich, dass Inklusion und Teilhabe die wirksamsten Mittel gegen die Spaltung der Gesellschaft und das Erstarken von Rechtsextremismus in Deutschland sind.
Rund 70 Personen nahmen an der Veranstaltung teil. Zu Beginn hatte Dr. Claudia Schilling, die Senatorin für Arbeit, Soziales, Jugend und Integration, die Gäste begrüßt. Sie machte in ihrem Grußwort deutlich, dass die Arbeit des Landesbehindertenbeauftragten unverzichtbar sei. Hierbei hob sie die wertvolle und vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie den durchgängigen Mut zu unbequemen Fragen hervor. Lars Müller, der als kommunaler Behindertenbeauftragter in Vertretung von Uwe Parpart, dem Stadtrat für Menschen mit Behinderungen der Seestadt Bremerhaven, sprach, stellte in seinem Grußwort die sehr gute Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen in Bremen und Bremerhaven heraus. Arne Frankenstein dankte Lars Müller für dessen hohes Engagement in den letzten Jahren und appellierte daran, seine Dienststelle sowie die Arbeit des Inklusionsbeirats angesichts der vielfältigen Aufgaben dauerhaft ressourcenmäßig besser abzusichern.
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