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Tagungen und Veranstaltungen 2021

Tagung der Aktion Psychisch Kranke am 7. September

Arne Frankenstein während seiner Rede am Mikrofon

Vom 06. bis zum 08. September fand die Tagung zur Thematik „Förderung der Selbstbestimmung und Vermeidung von Zwang” in Bremen statt. Sie wurde in Kooperation mit der Bundesarbeitsgemeinschaft Gemeindepsychiatrischer Verbünde und dem Bundesnetzwerk Selbsthilfe seelische Gesundheit durchgeführt.
Inhaltlich wurden unter anderem die Ergebnisse des Projektes „Vermeidung von Zwangsmaßnahmen im psychiatrischen Hilfesystem” vorgestellt. Darüber hinaus stand die Verknüpfung mit den aktuellen gesundheitspolitischen, rechtlichen und fachlichen Entwicklungen auf Bundes- und Landesebene auf der Agenda.

Aus Sicht des LBB ist ein ganz wesentlicher Kontextfaktor zur Förderung von Selbstbestimmung die Herstellung einer inklusiven Gesellschaft insgesamt. Dort, wo von der Krippe an keine Aussonderung von behinderten Menschen stattfindet, dort wo wir Lebenswelten nicht nur dann miteinander teilen, wenn wir dadurch eine homogene Gruppe bilden, dort, wo wir gemeinsam, möglichst sozialversicherungspflichtig auf dem ersten Arbeitsmarkt unter menschenwürdigen Bedingungen arbeiten oder dort, wo wir unsere Freizeit gemeinsam gestalten, ganz gleich ob psychiatrieerfahren oder kognitiv beeinträchtigt, oder beides, nur dort wird es uns gelingen, die Voraussetzungen nicht nur auf dem Papier zu etablieren, um Selbstbestimmung zu erreichen und Zwang zu vermeiden.

Aktion Psychisch Kranke e.V.

Abschlusstagung zur inklusiven Bildung der Hochschule Bremen am 15. Juni

Das Projekt INAZ „Inklusive Bildung in der Alphabetisierungspraxis und im System des Zweiten Bildungswegs - Qualifikationen, Kompetenzen und Bedarfe des pädagogischen Personals“ zielt auf die Professionalisierung der inklusiven Bildungspraxis in der Alphabetisierung und im System des Zweiten Bildungswegs. Untersucht wurde, welche Kompetenzen aber auch Widerstände Lehrkräfte in ihrem Berufsalltag bereits haben. Auf der Basis von Gruppendiskussionen und einer bundesweiten Fragebogenerhebung mit Lehrkräften an Volkshochschulen wurde ein Fortbildungsmodul entwickelt und erprobt. Es dient dazu, Lehrkräfte der Erwachsenenbildung zu befähigen, inklusive Lerngruppen qualitativhochwertig zu unterrichten. Die Projektleitung hatte Prof. Dr. Marianne Hirschberg und der Landesbehindertenbeauftragte hatte die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernommen und ein Geleitwort für die Abschlussdokumentation erstellt.

Weitere Informationen zu dem Projekt Inklusive Bildung in der Alphabetisierungspraxis und im System des Zweiten Bildungswegs

Dritter Fachtag #Teilhabe unter dem Motto „Wir lernen voneinander“

Am 4. Juni fand der dritte Fachtag #Teilhabe statt, den die brema alle zwei Jahre in Kooperation mit dem Martinsclub Bremen e. V. und dem Landesbehindertenbeauftragten Bremen veranstaltet – in diesem Jahr komplett digital via Zoom. Welche medialen Barrieren und Hürden existieren für Menschen mit körperlicher und/oder geistiger Beeinträchtigung? Und wie können diese abgebaut und durch aktive Medienarbeit Zugänge geschaffen werden? Mit diesen Fragen befasste sich der diesjährige Fachtag #Teilhabe unter der Moderation des Regisseurs und Produzenten Eike Besuden.

Dritter Fachtag #Teilhabe unter dem Motto „Wir lernen voneinander“

29. Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai

Arne Frankenstein bei seiner Rede mit seinem Assistenten und einer Gebärdensprachdolmetscherin. Es regnet, der Assistent hält einen Schirm.

Der Landesbehindertenbeauftragte äußerte sich auf der Kundgebung des Arbeitskreis Bremer Protest, an der ca. 70 Menschen teilnahmen, insbesondere zu den Anforderungen die an Bremen gestellt sind, um den Weg aus der Krise heraus für die Weiterentwicklung einer inklusiven Gesellschaft zu nutzen. Er forderte einen Pakt für Teilhabe als gemeinsame Anstrengung von Bund und Ländern und machte in seinem Redebeitrag deutlich, dass alle Maßnahmen ausgeschöpft werden müssen, damit diejenigen, die erhebliche Einschränkungen ihrer Teilhabe erlitten haben, nun bevorzugt werden bei den Möglichkeiten, diese wieder wahrzunehmen.
Birgit Meierdiercks, die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte in Bremen und Bremerhaven, moderierte die inhaltlichen Beiträge.
Berichterstattung zum 29. Europäischer Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung

#MehrBarrierefreiheitWagen - Mobilitätsketten durchgängig barrierefrei machen

Dr. Sigrid Arnade im Gespräch mit Arne Frankenstein am Mehr Barrierefreiheit Wagen
Foto: Hans-Günter Heiden

Dr. Sigrid Arnade und Hans-Günter Heiden vom NETZWERK ARTIKEL 3 haben mit ihrem VW-Bus als #MehrBarrierefreiheitWagen eine Zwischenstation in Bremen gemacht und trafen sich mit Arne Frankenstein.
Ihre Tour ist am 22. April in Berlin gestartet und ging bis zum 9. Mai, um mit Politiker:innen und anderen Verantwortungsträger:innen zu sprechen und dafür zu werben, dass das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz nachgebessert und noch in dieser Legislaturperiode verabschiedet wird.

Facebook Posts zum Thema #MehrBarrierefreiheitWagen

Arne Frankenstein:

„Barrierefreiheit als universelles menschenrechtliches Prinzip erstreckt sich auf alle gestalteten Lebensbereiche. Alle heißt: ohne Ausnahme! Sie müssen so gestaltet werden, dass niemand von einer Nutzung ausgeschlossen wird. Auch deshalb fordert die UN-BRK Barrierefreiheit im Sinne eines Universal Design. Wo keine Barrierefreiheit besteht, müssen im Einzelfall angemessene Vorkehrungen geschaffen werden. Diese müssen mit individuellen Ansprüchen hinterlegt sein und gerichtlich einklagbar sein. Solange das nicht geschieht, ist Deutschland mit der Verwirklichung der Konvention in Verzug!“

Teile der Tour wurde durch ein Kamerateam der Arbeitsgemeinschaft Behinderung und Medien begleitet.
Entstanden ist so ein Film zur Tour #MehrBarrierefreiheitWagen.

Arne Frankenstein als Onlinegast im Seminar vom Sozialen Friedensdienst Bremen e.V.

Wie wird man Landesbehindertenbeauftragter?
Was sind seine Aufgaben und wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf behinderte Menschen aus?

Diese und weitere Fragen diskutierte Arne Frankenstein am 13.01.2021 mit ca. 30 FSJler*innen vom Sozialen Friedensdienst im Rahmen ihres Seminars zur politischen Bildung unter der Leitung von Cornelius Peltz-Förster.
Nach fast 90 intensiven Minuten des Inputs und des Austausches unter anderem zu den Themen Bedeutung der UN-BRK für die gesellschaftliche Teilhabe, Lernerfahrungen aus Corona und den Praxiserfahrungen der Freiwilligen in der Pandemie stand bei den Freiwilligen, die in unterschiedlichen Bereichen tätig sind (Wohneinrichtung, Schulassistenz) die zentrale
Erkenntnis:
Es kann nicht oft genug betont werden, dass Menschen nicht aufgrund persönlicher Merkmale behindert sind, sondern durch Barrieren in ihrer Umwelt behindert werden!
Und Corona ist dabei eine erhebliche zusätzliche Herausforderung.

Vorherige Tagungen & Veranstaltungen