Wir laden ganz herzlich ein zur Ausstellung "Von Schutzräumen und Tatorten - Gewalt in stationären Einrichtungen" vom 15. bis 24. Juni im Neuen Rangfoyer (Theater Bremen).
Am 15. Juni wurde die Wanderausstellung der Initiative #AbleismusTötet mit einer Auftaktveranstaltung eröffnet.
Neben einem Grußwort von Rolf Diener, Abteilungsleiter bei der Senatorin für Soziales, machte Arne Frankenstein in seiner Rede deutlich, dass Gewalt und Gewaltschutz in Einrichtungen der Behindertenhilfe und der Psychiatrie nach wie vor hochaktuelle Themen sind. Schutz vor Gewalt und Prävention bleiben eine kontinuierliche Aufgabe.
„17 Jahre nach Inkrafttreten der UN-BRK in Deutschland sind weitere Anstrengungen notwendig, um eine inklusive Gesellschaft zu verwirklichen. Wir brauchen Strukturen, in denen Menschen in ihrer Vielfalt gemeinsam leben können. Nicht Art und Schwere einer Behinderung sollten über Lebensmittelpunkt, Lebensqualität und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten entscheiden, sondern die selbstbestimmten Wünsche und Bedürfnisse behinderter Menschen.“
Die Journalistin Karina Sturm, die die Ausstellung entwickelt und kuratiert hat, führte mit einer Präsentation in die Hintergründe und Inhalte der Ausstellung ein und erläuterte ihre Motivation für die Auseinandersetzung mit diesem Thema.
Führungen durch die Ausstellung werden am 19. Juni von 10:00 bis 11:30 Uhr sowie von 15:00 bis 16:30 Uhr angeboten.
Die Ausstellung wird vom LBB gemeinsam mit dem Demokratiezentrum Land Bremen und der LAGS bis zum 24. Juni im Theater Bremen gezeigt. Wir danken dem Theater Bremen dafür, diese Ausstellung an einem öffentlich bedeutsamen Ort in Bremen zu ermöglichen, der seit jeher Raum für kritische Auseinandersetzungen bietet.
Frauen mit Behinderungen und Beeinträchtigungen treffen im Alltag auf diverse Nachteile. Diese mehrfachen Benachteiligungen schränken ihre Teilhabe auf vielen Gebieten ein - zum Beispiel in der Arbeitswelt, im gesellschaftlichen und politischen Diskurs, in der Kultur oder im Sport. Frauen mit Behinderungen werden auch besonders oft Opfer von allen Formen von Gewalt.
Der Landesfrauenrat Bremen und der Landesbehindertenbeauftragte Arne Frankenstein als Vorsitzender des Landesteilhabebeirats laden alle Interessierten zu einem Austausch über diese Erfahrungen ein. Unsere Gäste werden Frauen aus der Selbstvertretung, Interessenverbänden und Schwerbehindertenvertretungen sein. Nach dem Gespräch ist ein lockeres Beisammensein mit Getränken und Häppchen geplant.
Digitale Informationsangebote und Dienstleistungen werden immer wichtiger. Das betrifft auch viele Projekte und Einrichtungen im Sozial- und Gesundheitsbereich. Es versteht sich von selbst, dass auch diese Angebote möglichst barrierefrei gestaltet werden sollten. Die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. bietet am 11. November 2026 einen kostenfreien Workshop in Kooperation mit der Zentralstelle für barrierefreie Informationstechnik beim Landesbehindertenbeauftragten und den Pflegestützpunkten Bremen an.
Weitere Informationen und zur Anmeldung zum Workshop Zugang für alle
Montag, 15. Juni 2026, 17:00 – 19:00 Uhr Arbeitnehmerkammer Bremerhaven, Barkhausenstraße 16, 27568 Bremerhaven
Unsere zunehmend digitalisierten Arbeits- und Lebenswelten erfordern ein hohes Maß an digitalen Kompetenzen. Frauen mit Behinderungen sehen sich dabei besonderen Herausforderungen gegenüber: Bestehende Ungleichheiten können sich durch Social Media und Künstliche Intelligenz (KI) verstärken. Frauen mit Behinderungen sind dort etwa von fehlender Barrierefreiheit, stereotypen und diskriminierenden Darstellungen oder ungenügender Sichtbarkeit und Repräsentanz betroffen.
Wie kann digitale Teilhabe unter diesen Bedingungen gestärkt werden?
Welche Kompetenzen sind notwendig, und wie lassen sich Chancen nutzen, ohne Risiken aus dem Blick zu verlieren?
Diese Fragen möchten wir gemeinsam mit Ihnen diskutieren.
Dr. Birgit Scheer von der Agentur Barrierefrei NRW berichtet hierzu u.a. vom Projekt „Fempower“, das Frauen mit Behinderungen für die digitalisierte Arbeitswelt qualifiziert. Zudem bietet die Veranstaltung Gelegenheit, das Netzwerk Digitale Teilhabe und das Projekt Mitmachen in der digitalen Welt kennenzulernen und sich mit weiteren Akteur*innen zu vernetzen.
Im Fokus der Veranstaltung stehen:
Mit der Kooperationsveranstaltung des Landesbehindertenbeauftragten und der Zentralstelle der Landesfrauenbeauftragten wenden wir uns an Engagierte aus Kommunal- und Landespolitik, Mitarbeitende aus Bildungs- und sozialen Einrichtungen, aus der Verwaltung sowie lokale Akteur*innen, die sich für Frauenförderung und digitale Teilhabe interessieren.
Gemeinsam sichtbar machen, aufklären und stärken!
Die FASD-Aktionswoche Bremen 2026 lädt herzlich ein, dabei zu sein.
Eine Woche voller Begegnungen, Informationen, Austausch und Aktionen rund um das Thema Fetale Alkoholspektrumstörungen (FASD). Gemeinsam möchten wir Aufmerksamkeit schaffen, Vorurteile abbauen und Betroffene sowie Familien unterstützen.
Egal ob Fachkräfte, Angehörige, Betroffene oder Interessierte – jede Stimme zählt.
Die FASD-Aktionswoche will ein Zeichen für mehr Verständnis, Inklusion und Prävention setzen.
Unter dem Titel „Alltag inklusive“ haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte (Adern der Stadt, Altes Pumpwerk, Dom-Museum, Hafenmuseum, Krankenhaus-Museum, Rundfunkmuseum, Schulmuseum, Tischlerei-Museum und WUSEUM) gemeinsam barrierefreie Veranstaltungen in den Museen angeboten.
Im Rahmen eines Aktionsmonats verfolgen die Museen das Ziel, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ein offenes Angebot bereitzustellen und die museale Arbeit selbstkritisch zu reflektieren. Um gemeinsam Perspektiven für eine barrierefreie Zukunft in Bremens Museen zu erarbeiten und in den Austausch mit den unterschiedlichen Communities zu kommen, haben die Bremer Museen für Alltagsgeschichte gemeinsam mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer offenen Podiumsdiskussion eingeladen.
Zu den Ergebnissen der Veranstaltung zählten eine stärkere Sensibilisierung für das Thema Barrierefreiheit, ein Austausch über bestehende Barrieren in den Museen sowie die Diskussion und Entwicklung möglicher Lösungsansätze für die Zukunft. Gemeinsam mit den 60 Teilnehmenden wurden Perspektiven für mehr Barrierefreiheit in Museen erarbeitet. Zudem wurden Ansätze zur Stärkung inklusiver Vermittlungsangebote sowie zur stärkeren Beteiligung behinderter Menschen in relevanten Entscheidungs- und Gestaltungsprozessen diskutiert.
Die Ergebnisse der Veranstaltung sollen nun weiterverfolgt werden, z.B. durch die Beratung im Landesteilhabebeirat.
Alltag inklusive? Barrierefreiheit und Bremens Museumslandschaft – Weitere Informationen
Unter diesem Titel haben die Kolleginnen von der ZenbIT gestern einen Workshop abgehalten für die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. Praxisimpulse zur barrierefreien Gestaltung einer Internetseite kamen von Yvonne Kurzawski, die als Leitung der Pflegestützpunkte Bremen die Umstellung der eigenen Internetseite verantwortet hat.
Das ausgebuchte Seminar wurde von einer vielfältigen Teilnehmendenschaft besucht, so dass in den Diskussionen unterschiedliche Perspektiven zum Tragen kamen und zum wechselseitigen Erkenntnisgewinn beitrugen: Aus der Praxis für die Praxis!
Arne Frankenstein sprach am 19.02. auf der 39. Inklusionsforschungstagung, einem europaweiten Kongress der Inklusionsforschung, der vom 18. bis 20. Februar 2026 in Bremen stattfand.
Er wandte sich hierbei direkt an die Wissenschaftler:innen.
Wir sagen von Herzen Danke, Dieter Stegmann. Mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und großem Herzen hat er sich über Jahrzehnte hinweg für die Rechte und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen starkgemacht und Bremen nachhaltig verändert. Sein Engagement hat Strukturen geschaffen, Teilhabe ermöglicht und vielen Menschen eine starke Stimme gegeben. Die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine verdiente Anerkennung seines Wirkens – und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz von Menschen mit Behinderungen für ein inklusives Miteinander.
Ehrung für jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Am 17. Februar 2026 war Arne Frankenstein erstmals Gast im Sozialausschuss Bremerhaven. Der Landesbehindertenbeauftragte hielt einen Impulsvortrag mit dem Titel „Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven“. Er machte deutlich, dass der grundsätzlich weite Entscheidungsspielraum des Magistrats über die Angelegenheiten seiner kommunalen Selbstverwaltung seine Schranken in den Verpflichtungen zur Umsetzung der UN-BRK findet und leitete hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Seestadt ab.
Vortrag: Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven (pdf, 287.5 KB)
Inklusion und Demokratie sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie stehen aktuell unter besonderem Druck und müssen von uns verteidigt werden. Am 22. Januar 2026 wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der Dokumentarfilm „Wir werden nie wieder Opfer sein“ gezeigt, der auf die heutige Bedrohung von Menschen mit Behinderungen und/ oder psychischer Erkrankung durch die extreme Rechte eingeht.
Der Filmabend und das Podiumsgespräch, an dem neben den Filmemacher*innen auch Florian Grams als Protagonist und Friedrich Buhlrich als Zeitzeuge teilnahmen, haben gezeigt, dass Teilhabe und Inklusion als wirksame Mittel gegen Rechtsextremismus diesen entlarven und ermutigen, gemeinsam weiterzumachen.
Menschen mit Behinderungen stehen aufgrund des Klimawandels vor besonderen Herausforderungen. Daher veranstaltete der Landesbehindertenbeauftragte in Kooperation mit der KlimaWerkStadt Bremen am 20. Januar 2026 die Veranstaltung „Menschenrechte in der Krise: Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen?“.
Mit einem Impulsreferat gelang Andrea Schöne – freie Journalistin, Autorin und politische Bildnerin –ein sehr guter Einstieg, wie behinderte Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Sie griff dabei insbesondere die Themen „Ökoableismus“, „Verteilungsgerechtigkeit“ und „politische Teilhabe behinderter Menschen in Klimawandeldebatten“ auf und machte deutlich, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht.
Im anschließenden Kurzreferat stellte Stefan Wittig von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft dar, wie Bremen mit dem Klimawandel umgeht und wie die Grundlagen sozialer Gerechtigkeit hier gestaltet werden.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde auf Basis der Vorträge mit den zusätzlichen Gästen Florian Grams und Nikos Engel eine Podiumsdiskussion zu den Forderungen an eine inklusive Klimapolitik in Bremen geführt. Alle Teilnehmenden konnten darüber hinaus im Rahmen der Veranstaltung die eigenen Forderungen auf Tafelwänden benennen.
Insgesamt wurde deutlich, dass es noch ein weiter Weg ist, hin zu einer inklusiven Klimapolitik – diese Veranstaltung kann nur der Auftakt sein. Es wurde verabredet, dass die umfassenden Forderungen ausgewertet und in geeigneter Weise den verantwortlichen politischen Akteur:innen übergeben werden. Diesen Weg werden wir transparent gestalten und sichtbar machen.
Wir sagen allen Teilnehmenden und Mitwirkenden herzlichen Dank! Durch diesen ersten Schritt wurde ein wichtiger Grundstein gelegt!