Unter dem Titel „Alltag inklusive“ möchten die Bremer Museen für Alltagsgeschichte (Adern der Stadt, Altes Pumpwerk, Dom-Museum, Hafenmuseum, Krankenhaus-Museum, Rundfunkmuseum, Schulmuseum, Tischlerei-Museum und WUSEUM) vom 9. April bis zum 30. April 2026 gemeinsam barrierefreie Veranstaltungen in den Museen anbieten.
Im Rahmen eines Aktionsmonats verfolgen die Museen das Ziel, das Thema stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken, ein offenes Angebot bereitzustellen und die museale Arbeit selbstkritisch zu reflektieren.
Um gemeinsam Perspektiven für eine barrierefreie Zukunft in Bremens Museen zu erarbeiten und in den Austausch mit den unterschiedlichen Communities zu kommen, möchten die Bremer Museen für Alltagsgeschichte gemeinsam mit der Präsidentin der Bremischen Bürgerschaft und dem Landesbehindertenbeauftragten zu einer offenen Podiumsdiskussion einladen. Dabei soll der aktuelle Stand bestehender Barrieren analysiert und gemeinsam mit Podiumsgästen sowie dem Publikum zukünftige Lösungsansätze diskutiert werden.
Unter diesem Titel haben die Kolleginnen von der ZenbIT gestern einen Workshop abgehalten für die Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen Bremen e. V. Praxisimpulse zur barrierefreien Gestaltung einer Internetseite kamen von Yvonne Kurzawski, die als Leitung der Pflegestützpunkte Bremen die Umstellung der eigenen Internetseite verantwortet hat.
Das ausgebuchte Seminar wurde von einer vielfältigen Teilnehmendenschaft besucht, so dass in den Diskussionen unterschiedliche Perspektiven zum Tragen kamen und zum wechselseitigen Erkenntnisgewinn beitrugen: Aus der Praxis für die Praxis!
Wir sagen von Herzen Danke, Dieter Stegmann. Mit unermüdlichem Einsatz, klarer Haltung und großem Herzen hat er sich über Jahrzehnte hinweg für die Rechte und die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen starkgemacht und Bremen nachhaltig verändert. Sein Engagement hat Strukturen geschaffen, Teilhabe ermöglicht und vielen Menschen eine starke Stimme gegeben. Die Verleihung des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ist eine verdiente Anerkennung seines Wirkens – und zugleich ein Zeichen der Wertschätzung für den Einsatz von Menschen mit Behinderungen für ein inklusives Miteinander.
Ehrung für jahrzehntelangen Einsatz für die Rechte von Menschen mit Behinderungen
Am 17. Februar 2026 war Arne Frankenstein erstmals Gast im Sozialausschuss Bremerhaven. Der Landesbehindertenbeauftragte hielt einen Impulsvortrag mit dem Titel „Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven“. Er machte deutlich, dass der grundsätzlich weite Entscheidungsspielraum des Magistrats über die Angelegenheiten seiner kommunalen Selbstverwaltung seine Schranken in den Verpflichtungen zur Umsetzung der UN-BRK findet und leitete hieraus konkrete Handlungsempfehlungen für die Seestadt ab.
Vortrag: Die Umsetzung der UN-BRK in Bremerhaven (pdf, 287.5 KB)
Inklusion und Demokratie sind zwei Seiten derselben Medaille. Sie stehen aktuell unter besonderem Druck und müssen von uns verteidigt werden. Am 22. Januar 2026 wurde im Rahmen der Veranstaltungen zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus, der Dokumentarfilm „Wir werden nie wieder Opfer sein“ gezeigt, der auf die heutige Bedrohung von Menschen mit Behinderungen und/ oder psychischer Erkrankung durch die extreme Rechte eingeht.
Der Filmabend und das Podiumsgespräch, an dem neben den Filmemacher*innen auch Florian Grams als Protagonist und Friedrich Buhlrich als Zeitzeuge teilnahmen, haben gezeigt, dass Teilhabe und Inklusion als wirksame Mittel gegen Rechtsextremismus diesen entlarven und ermutigen, gemeinsam weiterzumachen.
Menschen mit Behinderungen stehen aufgrund des Klimawandels vor besonderen Herausforderungen. Daher veranstaltete der Landesbehindertenbeauftragte in Kooperation mit der KlimaWerkStadt Bremen am 20. Januar 2026 die Veranstaltung „Menschenrechte in der Krise: Wie inklusiv ist die Klimapolitik in Bremen?“.
Mit einem Impulsreferat gelang Andrea Schöne – freie Journalistin, Autorin und politische Bildnerin –ein sehr guter Einstieg, wie behinderte Menschen von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Sie griff dabei insbesondere die Themen „Ökoableismus“, „Verteilungsgerechtigkeit“ und „politische Teilhabe behinderter Menschen in Klimawandeldebatten“ auf und machte deutlich, dass hier akuter Handlungsbedarf besteht.
Im anschließenden Kurzreferat stellte Stefan Wittig von der Senatorin für Umwelt, Klima und Wissenschaft dar, wie Bremen mit dem Klimawandel umgeht und wie die Grundlagen sozialer Gerechtigkeit hier gestaltet werden.
Im zweiten Teil der Veranstaltung wurde auf Basis der Vorträge mit den zusätzlichen Gästen Florian Grams und Nikos Engel eine Podiumsdiskussion zu den Forderungen an eine inklusive Klimapolitik in Bremen geführt. Alle Teilnehmenden konnten darüber hinaus im Rahmen der Veranstaltung die eigenen Forderungen auf Tafelwänden benennen.
Insgesamt wurde deutlich, dass es noch ein weiter Weg ist, hin zu einer inklusiven Klimapolitik – diese Veranstaltung kann nur der Auftakt sein. Es wurde verabredet, dass die umfassenden Forderungen ausgewertet und in geeigneter Weise den verantwortlichen politischen Akteur:innen übergeben werden. Diesen Weg werden wir transparent gestalten und sichtbar machen.
Wir sagen allen Teilnehmenden und Mitwirkenden herzlichen Dank! Durch diesen ersten Schritt wurde ein wichtiger Grundstein gelegt!